"feministische" gedanken und sonstige

Das Forum rund um die Hochzeit

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Thema: "feministische" gedanken und sonstige

imrae

"feministische" gedanken und sonstige
« am: 13.08.2008 19:48 »
hab mir einige gedanken zu der bedeutung von bräuchen gemacht und würd gern eure meinung dazu hören:

würdet ihr bräuche zelebrieren, nur weil sie nett anzusehen/mitzumachen sind, auch wenn ihr mit ihrer bedeutung nicht einverstanden seid?

z.B. : reis streuen-altes fruchtbarkeitssymbol (in zeiten der geburtenkontrolle/auch wenn man keine kinder möchte)
vom vater zum altar geführt werden- von der "obhut" (urspr. untergebenheit) des einen mannes in die des anderen ( auch wenn man schon längst selbst auf zwei beinen steht )
brautstrauß werfen- als ob das einzige ziel einer frau ist, möglichst schnell einen mann zu finden
wei0es kleid- symbol der unschuld (bei der 3. ehe?)
etc.etc.

nicht dass ich jetzt als die volle emanze herüberkomm'- ich mag manche bräuche trotzdem- aber manchmal hat man das gefühl, dass viele frauen ihr hirn (beruf/titel/erfolge) am standesamt liegenlassen!
IRENE
es ist was es ist!  sagte die liebe


soda

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #1 am: 13.08.2008 21:55 »
Hallihallo!

Ich finde Bräuche sollte man handhaben wie man will. Denn viele Bräuche kann man auslegen wie man will...
um auf Deine Beispiele einzugehen
Vater - ich glaube das hat weniger was mit "Obhut" zu tun, sondern die Väter sind eher stolz die Tochter zu übergeben, schlussendlich wurden wir ja meistens von unseren Vätern aufgezogen und versorgt. (Ist auch so bei Bräuten die schon älter sind).
Brautstrauß - ich finds immer wieder toll, leider kann ich jetzt nicht mehr mitfangen... Natürlich ist es der Traum einer jeden Frau irgendwann selber ihre Traumhochzeit zu feiern, oder nicht?
weißes Kleid - hat zB für mich gar nix mit Unschuld zu tun, sicher hat´s was damit zu tun, aber für mich "kennzeichnet" das einfach nur die Braut. Und da eine Braut sowieso strahlt, ist es schön wenn sie weiß trägt, denn weiß "strahlt" auch! Wenns nach der Unschuld ging, hätten wir vielleicht max. 1 weißes Brautkleid hier im Forum gesehen! :wink:
Reis - schaut einfach schön aus und passt meistens auch gut, da haben Wedding-Bubbels noch viel weniger mit Hochzeit zu tun! (die platzen alle)
Ich fand die Sache mit Reis nur einmal komisch und das war bei einem homosexuellen Paar.

Zu deinem letzten Absatz: Tut mir leid, dass Du das so siehst... Das wär mir ja noch gar nie in den Sinn gekommen.

LG claudia

schreckmaus

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #2 am: 13.08.2008 22:23 »
Also für mich sind alle die von dir beschriebenen Bräuche eine nette Umrahmung einer wunderschönen Feier...
Ich bin selbst Mutter 2er Töchter - die zur Eigenständigkeit erzogen werden :wink: - und ich weiß schon jetzt dass ihr Vater mit stolzgeschwellter Brust eines Tages zum Altar führen wird (wenn sie´s wollen), ganz einfach, weil sie für ihn die wundervollsten Geschöpfe (nach mir :lol: ) sind.
Reis streuen find ich zwar auch blöd, weil ich´s dämlich finde Lebensmittel zu verschweden..., aber mit Konfetti oder roenblüten find ich´s toll... Seifenblasen sind mir dannzu amerikanisch (oder zu modern..?)
Und zum weißen Kleid...mein Freund hat sich nichts mehr als ein weißes Kleid gewünscht - ich wollte ein färbiges... aber ihm zuliebe trage ich natürlich ein ivory farbenes Kleid :wink: ,- wonei er immer noch denkt ich hätte ein färbiges (freu ich mich auf sein Gesicht!!) Das weiße Kleid ist halt ein Teil des Mythos  "für immer und ewig"..
Aber es sollte jeder für sich entscheiden, wie er´s mit den Bräuchen hält :lol:
Brautstehlen gibts bei uns z.B nicht , weil wir beide es absolut blöd finden, sich innerhalb kürzester Zeit auf Kosten anderer anzusaufen.
LG schreckmaus
Verliebt seit:1. Mai 1997
Verlobt seit: 1.Mai 1998
Verheiratet ENDLICH ab: 16. Aug.2008

Freitagsbraut

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #3 am: 14.08.2008 00:05 »
ich finde solche bräuche sagen eigentlich wenig aus und man kann natürlich den altertümlichen aspekt betonen oder den subjektiv gefühlten.
ich finde es wichtiger sich im echten leben zu behaupten, als bei solchen bräuchen anzusetzen- das ist ja fast wie die bundeshymne gender-konform umdichten!!!:shock:

ein stolzer vater bringt seine tochter zum altar- sowohl der bräutigam als auch er werden wohl wissen, dass es hier nicht um eine viehauktion geht :wink: reis streuen sehe ich pragmatisch und finde es aus logistisch tierschützerischen gründen in zeiten der weddingbubbles relativ unnötig.
zum brautstraußfangen wird ja in der regel eh niemand genötigt....


es gibt nur einen brauch den ich aus feministischen gründen hasse, aber der hat mit geburt und nicht mit hochzeit zu tun- und zwar, wenn so schilder mit "büchsenmacher" aufgestellt werden, wenn jemand eine tochter gekriegt hat. DAS ist aber auch richtig derb.... :roll:
Alles Liebe MIMI

Freitag, 1.September 2006 in OÖ

hejoka

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #4 am: 14.08.2008 14:50 »
Ich finde es fängt schon mit dem Antrag an.
Obwohl ich den Eindruck habe, dass der Heiratswunsch meist von den Frauen ausgeht, wird immer noch erwartet, dass der Mann den Heiratsantrag macht

Ich kann mir auch nicht vorstellen, von meinem vater "übergeben" zu werden. ich wohne seit Jahren nicht mehr zu hause, sondern zuerst in meinen eigenen 4 Wänden und jetzt schon einige Jahre mit meinem LG zusammen -> ein "zum Altarführen" würde sich für mich komisch anfühlen

ich will auch nicht poltern, ich bin schon seit Jahren kein Single mehr, fühl mich auch überhaupt nicht so, von was sollte ich mich also verabschieden?

Brautentführung ist auch indiskutabel für mich.
Kann mir aber auch gar nicht vorstellen, dass das jemand in meinem Freundeskreis machen würde wollen

Gruss
Manuela

kysa156

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #5 am: 14.08.2008 16:41 »
Hey... also ich hab mich auch schon gefragt welchen der Bräucht bei der Hochzeit ich gerne dabei hätte... aber um ehlich zu sein hat keiner eine Bedeutung für mich.

Den einzigen Brauch den ich ganz nett finde, ist, vom Vater "übergeben" zu werden weils bei mir damals so war.

Mein zukünftiger und ich sind mit 14 Jahren zusammengekommen- bei mir ist es definitiv der Übergang Vater-Ehemann als "Begleiter auf dem Lebensweg"...

Das weiße Kleid kann ich mir selber nicht erklären... ich wollte immer in rot heiraten, aber mein Freund hat sich ein weißes Kleid gewunschen und als ich dann mein Traumkleid (tatsächlich in weiß) entdeckt hab hab ich mir gedacht mit 20 kann man zumindest noch so tun als wär man jungfräulich...

Brautstraußwerfen werd ich nicht machen, auch keinen Polterabend (nicht nach 6 jahren beziehung ^^) und das mit dem Resi werfen und Braut stehlen muss ich auch nicht haben.

und hejoka würd ich gerne noch zustimmen- sie hat völlig recht, dass viele Frauen sagen sie wollen heiraten aber lieber warten, bis der Mann den Antrag macht.
Allerdings hab ich schon oft gehört, dass Männer gar nicht wollen, dass Frauen den Antrag machen.
Bei mir wars so, dass ich eigentlich nicht heiraten wollte bzw nicht dran gedacht hab- da ging der Antrag von meinem Liebsten aus weil er es wollte ;)

lieben Gruß

Kysa


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teriyake

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #6 am: 14.08.2008 18:54 »
hui, interessantes thema...

da oute ich mich doch als EMMA Abonnentin, die ein Praktikum bei der europaeischen Frauenlobby gemacht hat....

Und: ich habe meine Karriere mehr oder weniger aufgegeben, als ich mich vor inzwischen drei Jahren entschieden habe, meinem Mann in die Schweiz zu folgen. Jetzt bin ich seit 9 Monaten hier, seit vier Monaten hab ich eine fixe Stelle und es sieht schon wieder so aus, als wuerden wir vielleicht umziehen, um die Karriere des Gatten und die finanzielle Sicherheit der Familie voranzutreiben. Und simmers realistisch: Mein Mann ist Ingenieur, der wird IMMER viel mehr verdienen als ich im Personalwesen. Wenn wir jetzt dann umziehen sollten, stellt sich die bescheuerte Frage, ob ich ueberhaupt arbeiten gehen soll, da ich zum einen die Landessprache (noch) nicht kann, zum anderen eh angedacht ist, Kinder zu bekommen in 2009 (MIMI, ich komm dich dann mal besuchen - so weit waere es dann nicht!).  Bei dem Gedanken stellt es mir persoenlich die Nackenhaare auf (nicht mehr zu arbeiten), aber unter Umstaenden ist das eh vernuenftig. So viel zum Thema "Karriere liegen lassen".

Und zum eigentlichen Thema:
-- wir sind gemeinsam reingegangen, da wir schon seit einem Jahr standesamtlich verheiratet waren und wir beide die Symbolik bloed gefunden haetten
-- Ich hatte aber dennoch weisses Kleid und Schleier, weil mir das so gefaellt.
-- Reis wurde nicht geworfen, aber ich bin der Meinung, dass Fruchtbarkeit eine sehr grosse Macht ist und deshalb finde ich alles, was die weibliche Fruchtbarkeit feiert, sehr gut! (OH GOTT, das hoert sich an als waere ich eine wallende Alt-68erin!)
-- Brautstrauss werfen macht Spass, und was soll ich den Blumenstrauss aufheben?

Und um jetzt kuechenpsychologisch zu hinterfragen: Hast du Angst vor der Ehe? Was gibst du auf? Und warum heiratet ihr ueberhaupt? Immerhin ist die Ehe ja geschichtlich gesehen auch basierend auf der Einfuehrung der monotheistischen - maennerdominierten Religionen...und insofern noch mehr ein Symbol der maennlichen Dominanz, wenn man das mal boese auslegt.

Und: ich war auf einer Hochzeit, wo der Mann sich oeffentlich entmannt hat, indem er den Namen der Frau angenommen hat (beide Namen waren ok). Da fuer mich der Mann doch die Potenz und Macht der Familie (die nur entsteht, wenn die Frau den Rahmen dafuer bereit haelt) nach aussen representiert, fand ich das ziemlich tragisch.

Nix fuer ungut, aber ihr seht, Emma hat gewisse Spuren hinterlassen. Und du hast geschrieben "feministische und weitere Gedanken", da fliesst es bei mir raus

Bussi
T
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Standesamt 06.Juli 2007
Kirche 26. Juli 2008
Feier: Weingut am Reisenberg

moira

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #7 am: 14.08.2008 20:10 »
@ kysa156: RESI werfen find ich gut. Schade, dass es diesen brauch bei uns in der gegend nicht gibt, ich wüsst einige resis zum werfen  :lol: .
zum thema: ich denke, dass man nicht alles so bierernst nehmen sollte. diese alten (na gut, manche sind nicht sooo alt) bräuche sind teils romantisch, teils lustig, teils ganz einfach nur üblich - why not.
heutzutage kann sich doch jedes brautpaar davon nehmen, was es möchte - und den rest vergessen. polterabend z.b. gabs weder bei meiner hochzeit, noch bei der hochzeit meiner tochter - weils uns nicht gefallen hat. brautentführung gabs bei meiner tochter auch nicht - weil beide es nicht wollten.
mit reis werfen habe ich ein persönliches problem (weil ich blöd herumspielen mit lebensmitteln nicht so mag), fand allerdings statt - was solls.
brautstrauß werfen ist lustig, wir habens bei meiner tochter noch ins lustigere gezogen, indem sie einen wurfstrauß hatte, der sich im flug auflöste in sieben kleine sträußchen, sodass fast jedes mädchen einen fing.
und ich denke, dass niemand der ganzen hochzeitsgesellschaft (ca. 120 personen) irgendwelche tiefsinnigen hintergedanken dabei hatte.
die hochzeit ist doch ein freudenfest und kein tiefenpsychologischer event, wo man jeden satz und jede tat vorher, währenddessen und am besten nachher durchdenken und durchleuchten muss  :wink:
lg
moira

imrae

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #8 am: 14.08.2008 23:06 »
an teriaky (hab ich mir jetzt die schreibweise richtig gemerkt?)

gaaaaanz unromantisch -wir heiraten weil:
...wir 10 jahre zusammen sind und uns die blöden fragen der verwandtschaft nicht mehr anhören wollen
... damit ich im falle eines falles (man muss ans schlimmste denken, und in österreich sind lebensgemeinschaften eben noch nicht gleichgestellt) abgesichert bin
... damit ICH eine große party schmeißen kann, die ohne hochzeitsgrund nie finanzierbar wäre ( und mein schatz liebt mich so sehr dass er sie vorfinanziert, er würde auch "McMarried" wählen)
... weil wir mehr "verheiratet" als "ledig" sind, und offizielle stellen nix dazwischen zum ankreuzen anbieten
 :wink:

NICHT:
... um unsere uneheliche tochter zu legitimisieren
... um "ordnung" zu schaffen
... weil "für den rest unseres lebens" und "ewige treue" nur mit trauschein funktioniert
 :roll:

OBWOHL:
... es furchtbar konservativ ist
... sehr zuversichtlich bei einer scheidungsrate von uber 50%
... sämtliche alleinerzieherboni wegfallen (ca. 1000 euro/jahr)

was werden wir trotzdem machen:
helles kleid ( zumindest ist es der erste mann)
reis ( weil tauben füttern verboten ist)
brautstehlen (wird sich schwer verhindern lassen, auch wenn der "oberstehler" vorsorglich trauzeuge wurde)
luftballons mit glückwünschen aller gäste zum himmel steigen lassen
liebesgedichte vorlesen(lassen)- platons "über die liebe"
und falls mir noch was nichtreligiöses einfällt

IRENE

p.s.: kenn das mit gut verdienendem mann und kind/karriere
es ist was es ist!  sagte die liebe

imrae

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #9 am: 14.08.2008 23:15 »
he moment, hab's noch mal gelesen:
Zitat
Und: ich war auf einer Hochzeit, wo der Mann sich oeffentlich entmannt hat, indem er den Namen der Frau angenommen hat (beide Namen waren ok). Da fuer mich der Mann doch die Potenz und Macht der Familie (die nur entsteht, wenn die Frau den Rahmen dafuer bereit haelt) nach aussen representiert, fand ich das ziemlich tragisch.


entmannt, weil name der frau angenommen? und wir sollen das schon, vielleicht noch als Mrs. sein vorname sein nachnahme? als ob's uns gar nicht als eigenständige person gäbe?
(ja erraten, ich behalt meinen, aber nur weil ein doppelname bei unseren wirklich blöd wäre)

der mann ist die potenz und macht der familie  :evil:
das klingt ja wie die frage nach dem haushaltvorstand ( wurde ich bei einer umfrage neulich gefragt, und die mußten mir erst erklären was das ist, und dass es das noch gibt) wo sind die geforderten 50-50 ? wieso soll ich den rahmen für seine karriere bilden (damit ich mit 45 geschieden und unglücklich bin, weil ich ja alles für ihn geopfert hab?)

HILFE
es ist was es ist!  sagte die liebe

kysa156

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #10 am: 15.08.2008 10:22 »
@moira
LOL jetzt seh ichs erst ^^
nunja- werft ihr denn keine haltbar Milch zur Hochzeit? :lol:

so entstehen neue Bräuche   :P


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lucretia_1981

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #11 am: 15.08.2008 10:42 »
hui hui hui ist das spannend, der thread taugt mir. Und Teriyake du wirst mir immer symphatischer*g* Alte Emma Tante du... 8)

Also Reis werfen finde ich auch aus dem Grund dass es ein Lebensmittel ist ganz daneben. In anderen Ländern leben Menschen von einer Hand Reis einen ganzen Tag und wir schmeißen den herum? Sicher nicht :twisted:
Das Argument "wenn man keine Kinder will", also wenn die Verwandtschaft das weiß und einem trotzdem quasi diesen Segen aufzwingt, würd ich mich furchtbar ärgern und fänd ich eine ziemliche Frechheit, weil diese Geste sagt ja was aus. Ich würde dass als nicht akzeptieren meiner Entscheidungen empfinden, und wäre stinkig auf Familie und Freunde. Blütenblätter, tut mir leid um die Blumen, bin so eine alte Gartentante, ich wünsch mir Seifenblasen oder irgendeine Art von Spalier...

Brautstraußwerfen: NEIN, definitiv NEIN ... meeeein SCHAAAAATZ :lol:

Vater führt Braut zum Altar: sehr amerikanisch, aber ganz ehlrich....ich wünschs mir. Auch wenn wir schon länger zusammen sind, die Symbolik "ich lasse mein Mädchen ziehen", mir gefällts. Bei mir hats aber mit den verquirksten Familienverhältnissen zu tun, wenn führt mich mein Stiefvater zum Altar und das ist quasi mein Geschenk an ihn (auch wenn er nicht genetisch mein Vater ist aber emotional auf jeden Fall). Herrschaftlich empfind ichs nicht, aber ich bin nciht der Typ Frau bei der man sich das denken könnte (hoffe ich halt 8) )

Weißes Kleid: jein, tendiere mehr zu Elfenbein, schau aber was mir besser steht. Das mit dem  Schleier (am Land ja angeblich ein Zeichen für Jungfräulichkeit) hätte ich schon gerne, aber irgendwie kommts mir schon komisch vor....Das mit der Jungfräulichkeit sit ja jetzt doch schon ne längere ZEit Geschichte  8)

Sonstige Bräuche aller Art gehen mir ziemlich am Keks und möcht ich nicht haben. Ich will an meinem Hochzeitstag sicher nicht geschirr auf kehren bügeln oder putzen müssen, kein holz durschschneiden, etc.. Ich find das in Wien auch komisch, keiner von uns kommt aus den Bundesländern...Das mit den Strumpfband...möcht ich nicht, wäre mir peinlich.
Brautentführung...bitte nicht, werden wir ganz klar deponieren. Ich find das einfach nicht lustig.

Polterabend: weiß nicht, ich trink so gut wie keinen Alkohol und hab Angst als Leiche zu Enden; und den Freunden meines Freundes... ich weiß nciht ob ich denen wirklich vertrauen soll/kann und ob die nicht nen argen Blödsinn treiben? :?

Das mit dem Namen: ich kenne mehrere Männer, die den Namen der Frau angenommen haben, ich finds ok und die Leben gut damit. Meiner möchte es nicht, ich akzeptiers und fühl mich nicht unterbuttert. Mir liegt eben aus familientechnischengründen gar ncihts an meinem Namen und bin froh wenn ich ihn los bin, daher auch keinen Doppelnamen.

Jobtechnisch: ich würde jeder Zeit mit meinem Mann mitgehen. Das liegt einerseits daran, dass es mcih reizen würde auch mal woanders zu leben und andererseits daran dass ich vermutlich sogar bessere berufschancen hätte zb in deutschland, nordischen Ländern, Schweiz,...daher kein Prob. Ich möchte auch bald Kinder, daher kein Streß, da ich auf studieren stehe, und nach der Ausbildung gleich weiter machen möchte nehm ich was kommt. Mein Mann wird mit Sicherheit auch immer besser verdienen als ich, ist nun mal so.

ui zwick , sorry des ist lang geworden.  :oops: glg lu
verliebt seit dem: 29.1.2005

teriyake

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #12 am: 15.08.2008 15:47 »
Zitat von: "imrae"
he moment, hab's noch mal gelesen:
Zitat
Und: ich war auf einer Hochzeit, wo der Mann sich oeffentlich entmannt hat, indem er den Namen der Frau angenommen hat (beide Namen waren ok). Da fuer mich der Mann doch die Potenz und Macht der Familie (die nur entsteht, wenn die Frau den Rahmen dafuer bereit haelt) nach aussen representiert, fand ich das ziemlich tragisch.


der mann ist die potenz und macht der familie  :evil:

HILFE


NEIN NEIN NEIN. Du hast nicht genau gelesen! Der Mann repraesentiert Potenz und Macht nach aussen. Er ist es nicht, denn das sind beide fuer mich gemeinsam! :) Kleiner aber feiner Unterschied...

Und sicher, grad was den Namen betrifft, jeder macht eh, womit er sich wohl fuehlt, und ist hoffentlich damit gluecklich. Und ich bin doch trotz diverser Emanzenzuege immer noch irgendwo konservativ und spiessig (was man bestimmt auch an meinen Beitraegen merkt LOL).

In diesem Sinne schwesterliche Gruesse
T
www.sarahincambridge.blogspot.com
Link...

Standesamt 06.Juli 2007
Kirche 26. Juli 2008
Feier: Weingut am Reisenberg

ja

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #13 am: 16.08.2008 09:44 »
Zitat von: "imrae"

... weil wir mehr "verheiratet" als "ledig" sind, und offizielle stellen nix dazwischen zum ankreuzen anbieten
 


warum sollte es auch etwas dazwischen geben? entweder gesellschaftlich anerkannte lebensgemeinschaft, die heißt dann eben ehe und das hört sich (ohmeingott!) ganz altmodisch an oder eben keine und dann ist man single ohne rechte und verpflichtungen.
würd mich interessieren, was du dir dazwischen so vorstellen könntest.
13.06.2009!

lucretia_1981

"feministische" gedanken und sonstige
« Antwort #14 am: 16.08.2008 09:50 »
naja ich bin keine juristin, aber ich hab mal gehört, dass man nach 3 jahren beziehung (zusammenleben) vor dem Gesetz als eheähnliche Lebensgemeinschaft gilt.

Aber wir haben hier Juristinnen, ich glaub die chilly03 wenn ichs mir richtig gemerkt habe*g*

glg lu
verliebt seit dem: 29.1.2005