Brauchtum: Gegeneinladen

Das Forum rund um die Hochzeit

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Thema: Brauchtum: Gegeneinladen

verena86

Brauchtum: Gegeneinladen
« am: 28.01.2015 08:35 »
Hallo! :)

Ich zerbrech mir gerade ein bisschen den Kopf bzw. kränke ich mich und ärgere mich auch ein bisschen.

Mein Verlobter und ich haben uns ein Limit von 55 Gästen gesetzt. Somit kommen Familie, die engsten Verwandten und die engsten Freunde. Wobei es uns sehr wichtig ist, dass die engsten Freunde kommen. Schon alleine aus dem Grund, weil wir mit denen sehr viel Zeit verbringen und die uns bis zu diesem Tag und hoffentlich auch danach auf unseren Lebensweg begleiten.

So nun kommen von "meiner Seite" Eltern, meine Omas, meine Tante mit Kinder, meine Großcousine mit Kinder, meine Stiefschwester und mein Opa. Weil eben hier sehr enger Kontakt besteht und der Kontakt auch von beiden Seiten gepflegt wird.
Mein Opa und meine Oma sind schon über viele viele Jahre geschieden und mein Opa hat mit seiner neuen Frau damals noch einen Sohn bekommen. Mit dem ich mehr oder weniger so gut wie gar keinen Kontakt habe. Ich weiß nicht mal wo der wohnt und würd ihn spontan auf der Straße womöglich gar nicht erkennen.
Allerdings war ich mit meiner Mutter auf seiner Hochzeit vor 4 Jahren eingeladen.
Nur hab ich eben nach meinem Opa und seiner Frau einen Punkt gesetzt und habe nicht vor, dass ich diesen Onkel einlade, weil es mir wichtiger ist, dass Freunde kommen mit denen ich viel Zeit verbringe, bevor ich jemanden einlade, mit dem ich so gut wie nichts zu tun habe, nur weil er mit mir laut Stammbaum verwandt ist und ihn einlade, weil er mich damals einlud.
Und ich bekam gestern von meinem Opa Vorwürfe warum und wieso blabla. *kotz*
Und ich finde es ungerecht. Es ist meine Hochzeit. Ich als seine ältereste Enkeltochter heiratet und es geht nicht um den Onkel an diesem Tag sondern um mich. Und es ist nicht sein Wunschkonzert. Sondern meines.
Wenn ihm die Familie so wichtig ist, hätt er schon vor Jahren damit anfangen sollen, dass die Kinder und Enkelkinder öfters zusammenkommen und dass der Kontakt gepflegt ist. Aber er kann meiner Meinung nach mir nicht vorschreiben, wen ich einzuladen habe.  :'(
Anstatt, dass er sich für mich freut, bekam ich am Telefon nur Vorwürfe.

Was meint ihr dazu?
verliebt am 15.11.2013
verlobt am 15.5.2015
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tukeks

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #1 am: 28.01.2015 08:59 »
Mach dir keinen Kopf :) wie du sagts - dein Wunschkonzert da deine Hochzeit !

Ich lad auch meine einzige "richtige" Tante nicht ein ( seitdem ist diese Seite der Familie nicht mehr auf uns zu sprechen ;) ) da ich sie nicht dabei haben will.

Bei uns gibts den Kompromiss, dass einige zur kirchlichen Trauung geladen sind, aber dann nicht mehr zur Feier.

Red vielleicht mal mit deinem Opa allein. Ich find es absolut ok nur die Leute einzuladen mit denen ihr feiern wollt!!



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pw auf Anfrage

juleyjules

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #2 am: 28.01.2015 09:07 »
Ich lade nicht mal mein Halbbruder ein, ich will ihn nicht dabei haben und es sieht auch jeder ein ist vl leichter da unser gemeinsamer Vater tot ist aber es wäre der Albtraum für mich wenn er dabei wäre jedes treffen belastet mich. Lass deinen Opa reden wie du sagst er hätte früher die Familie zusammen bringen müssen oder du rufst diesen Onkel an und erklärst ihm die Situation bin mir sicher das er das verstehen wird.


Standesamtlich 16.5.15

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noelia300814

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #3 am: 28.01.2015 09:19 »
Hallo Verena,

ich versteh, dass du dich kränkst - aber du hast recht, es ist deine Hochzeit. Feiert wie und mit wem ihr wollt und nicht nach den Vorstellungen der anderen. Lasst euch kein schlechtes Gewissen einreden. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit, mit deinem Opa in Ruhe ein Gespräch zu führen, warum du deinen Onkel nicht einladen möchtest. Bei uns gabs auch die eine oder andere kleine Diskussion bezügl Gästeliste. Bei der Hochzeit war es aber für alle stimmig. Alles Liebe  :)

verena86

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #4 am: 28.01.2015 09:22 »
Ja das mit Onkel anrufen ist eine Idee. Aber der ruft mich ja nicht mal zum Geburtstag an. Selbst mein Opa macht das nicht mal. Und seine Frau schaut immer schön drafu, dass diese Familienseiten schön getrennt bleiben.
Und rechtfertigen finde ich, brauche ich mich vor niemanden. Wenn die mich damals nicht eingeladen hätten, wär ich auch nicht beleidigt gewesen. Weil ich zu ihm keinen Bezug habe. Und zur Taufe der Kinder waren wir auch nicht eingeladen. Ist schade, aber ich bin deshalb nicht beleidigt auf ihn. Weil das nun mal so ist, weil kein Kontakt das ist. Basta.
Meine Tante und meine Mutter meinten, dass der Opa da über sensibel ist, der hat mal mit einem Bruder von ihm gestritten, weil der Opas Kinder nicht zur Hochzeit einladen wollte, weil er keinen Kontakt zu denen hat. Versteh ich auch. Warum sollte er. Und dann meinten meine Tante und Mama noch, ja der ist dann beleidigt auf dich. Überleg dir das. Nein überleg ich mir nicht. Ich lass mir von ihm sicher nichts vorschreiben. Der soll froh sein, dass ich ihn überhaupt einlade. Meldet sich auch so gut wie nie.
Mein Opa meinte nur: "Ja das ist halt mal so, dass man nur zusammen kommt, wenn jemand heiratet oder stirbt.".....DA bin ich ganz anderer Ansicht.

Meine beste Freundin wollte mir mehr oder weniger auch ein Ulitmatum stellen. Weil sie mit einem sehr gut befreundeten Arbeitskollegen von mir liiert war und sie ihn auf den Mond geschossen hat, weil sie einen anderen kennenlernte. Und dieser Arbeitskollege ist eingeladen, weil mich der in meinen vorigen Lebensabschnitt genau so begleitet hat wie sie. Und jetzt will sie nicht kommen, weil er kommt. Leider gibt es hier keinen Smiley, der den Kopf gegen die Wand schlägt.
Und ich habe die Schwäche, dass ich es immer jeden recht machen will. Zum Glück hab ich da meine Trauzeugin, die mich auf diese Schwäche hinweist. Und mir sagt, dass ich auf MEiN Herz hören soll und nicht auf die Meinung anderer. :)
Bääääh bis gestern war das einladen der Gäste noch recht lustig. Aber was ich so im Forum schon gesehen habe, bin ich leider (zum Glück) nicht die einzige.
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verlobt am 15.5.2015
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verena86

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #5 am: 28.01.2015 09:24 »
Ja ich werde es Opa auch erklären. Entweder akzeptiert er es und wenn er ohne den Onkel auf nicht auf die Hochzeit seiner ältesten Enkeltochter gehen kann, dann ist das sein Bier. Der Onkel ist nicht der Kaiser von China.
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Foxy87

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #6 am: 09.02.2015 12:35 »
Hallo Verena,

ich seh das genauso wie du. Versuch deine Sache durchzuziehen und nicht zu viel auf andere zu hören.

Ich dachte auch immer, bei uns wird das ganz einfach, wir laden alle ein mit denen wir guten Kontakt haben und pasta.
Tja, plötzlich sind Leute angepisst die wir vor 5 Jahren das letzte Mal gesehen haben und wollen auch kommen.
Ich verstehs nicht.... Wie du sagst, ich wäre auch nicht beleidigt wenn ich bei der "Großcousine vom Opa" oder sonstigen Verwandten mit denen ich keinen Kontakt hab, nicht eingeladen wär.

Hab manchmal das Gefühl, wenns um eine Hochzeit geht drehen alle durch. :P

Ich versuch mir dann immer meine ursprünglichen Pläne vor Augen zu führen und aufs Wesentliche zu konzentrieren. Es geht an diesem Tag nur um meinen Verlobten und mich und um eine gemeinsame Feier mit lieben Leuten und nicht um irgendwelche "Fremde".   ;D
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Melanie7

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #7 am: 01.03.2015 19:08 »
Also wir laden nur jemanden ein den wir auch mögen! Gab zwar anfangs auch einige Diskussionen aber bei einer Zahl von 110 kann ich nicht jeden einladen den ich kenne! Bei den Nachbarn für die Abendunterhaltung laden wir fast alle ein, nur 3 oder 4 nicht! Da wir uns mit denen einfach nicht verstehen und warum sollten wir sie dann bei unsere Hochzeit dabei haben wollen!

Einfach das eigene Ding durchziehen, viel mehr als eine blöde Nachrede wird man davon nicht haben und mit dem kann man sicher leben  ;D

kerstinwu

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #8 am: 18.03.2015 15:29 »
Hallo Verena,

ganz klar, dass was die meißten hier sagen.
Es ist DEIN TAG. Du musst niemanden einladen den Du nicht einladen möchtest.
Es ist dein besonderer Tag. Also viel Spaß bei der Planung und lasse Dir von niemanden diesen schönen Tag verderben.  ;)

verena86

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #9 am: 25.03.2015 11:57 »
Hallooooo :)

Erst mal vielen lieben Dank an alle :) Hat mir echt geholfen.

Und mein Opa nahm es letztendlich ganz gelassen.

Die Zusage meiner Freundin fehlt noch. Aber da weiß ich nicht so recht wie ich agieren soll, weil ja der Arbeitskollege - ihr Ex - bereits nach erhalt der Einladung fix zugesagt hat.
Und ich grüble nun, ob ich ihr nachlaufen soll oder sie einfach auf die Trauung-Sektempfang-Liste setz und ihr das dann iwann sag, wenns zur Hochzeit hin geht. Bisher hat sie sich noch nicht mal für die Einladung bedankt.
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Keksmausi

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #10 am: 26.03.2015 09:25 »
Hallo!

Also das mit der besten Freundin ist eine blöde Situation. Ich finde aber ihr Verhalten falsch. Wie schon in den vorigen Beiträgen festgestellt, geht es echt um dich und deinen Schatz, und nicht um sie. Du stehst im Mittelpunkt, nicht sie. Das sollte der besten Freundin bewusst sein oder werden.  ???
Da geht es jetzt nicht um sie und verflossene Beziehungen. Sie muss ja den Ex nicht anschauen oder sprechen. Auch wenn sowas nicht leicht ist.
Klingt auch bissi blöd. Aber als Freundin dich jetzt erpressen, entweder sie oder er? Als hätte man nicht genug zu tun und du musst dich damit belasten.  :(

Am besten setze dich mit ihr zusammen und sage ihr, wie du dich fühlst. Ich wäre an deiner Stelle von ihrem Verhalten enttäuscht. Wenn du ihr wichtig bist, dann wird sie auch kommen. Egal ob der Arbeitskollege eingeladen ist oder nicht. Da muss sie drüber stehen. Das würde ich ihr klar machen und sie selber entscheiden lassen.
<3  03.09.2016  <3

dissl1978

Re: Brauchtum: Gegeneinladen
« Antwort #11 am: 20.10.2015 10:37 »
Hallo Verena!

Hab mich grad erst registriert und hab deshalb eben erst deinen Beitrag gelesen. "Witzig" wie viele Parallelen es da zu meiner Hochzeit gibt.

Kurz zu der meinigen:
- ich lade meinen richtigen Onkel nicht ein, was meiner Oma gegen den Strich geht, was mir egal ist, weil es meine Hochzeit ist
- ich lade den ältesten (Stief-) Sohn meines Bruders nicht ein. Ich habe (seit er 18 wurde und kein Geld mehr von mir zum Geburtstag bekommt) nie Kontakt mit ihm, also warum sollte ich
- auch die jüngste Tochter meines Bruder muss daheim bleiben weil - und das ist für viele der Oberhammer: AUF UNSERER HOCHZEIT KEINE KINDER GELADEN SIND! Also nur unsere Tochter (15) und die mittlere meines Bruders (14). Die können auch aufbleiben solange sie möchten. Aber wir wollen, dass unsere Gäste feiern können, ohne den Kids hinterher sein zu müssen und wir wollen unsere Hochzeit auch nicht davon stören lassen, dass immer irgendwelche Kinder von irgendwelchen Omas abgeholt werden!
- so, was mach ich noch, was "gaaaaaaaanz schleeeecht" ist: ach ja, ich lade meinen richtigen Vater nicht ein, weil ich so gut wie keinen Kontakt zu ihm habe (was meinen Bruder erzürnt, der ständig in Kontakt zu ihm ist) UND noch dazu lass ich mich von meinem (Stief-)Vater zum Altar führen....der aber ganz einfach seit über 20 Jahren mein "Herzenspapa" ist!
NEBENBEI:
- wir heiraten standesamtlich alleine ohne Familie, weil wir die standesamtliche Trauung wirklich nur als MUSS sehen - was meine Mutter wahnsinnig macht
- wir haben eine "Freie Zeremonie" weil für uns Kirche nicht in Frage kommt - was meine Oma nicht versteht
- wir wollen keine "typischen Hochzeitsspiele", weil das einfach nicht zu uns passt - was ganz viele nicht verstehen

Ich denke, dass wär so mal das wichtigste.

Du siehst: wir ecken und kanten an, wo´s nur geht und sind trotzdem total entspannt, weil wir wissen: es wird FÜR UNS unsere Traumhochzeit und WIR sind ja wohl auch die Hauptpersonen!

Kopf hoch und nach Euren Wünschen planen  ;)