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Autor Thema: JAPAN- Was uns bewegt  (Gelesen 649 mal)

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Offline TrieLie

JAPAN- Was uns bewegt
« am: 17.03.2011 00:10 »
Servus liebe Mitbräute,

wollt mal nachfragen wie es euch so mit den aktuellen Meldungen so geht ?

Also es ist zwar weit weg, aber irgendwie schau ich mehr Nachrichten als vorher. Mein Schatzi hat gesagt: wenn wir schon sterben müssen dann heiraten wir wenigstens noch vernüftig und treten dann gemeinsam ab.
Reden Eure Männer auch so ?

Ich finde es erschreckend wie wenig man den Leuten dort sagt. die glauben aber auch echt die können die Leute hinhalten, also ich wär da schon längst weg.

Was ich auch arg finde ist dass Leute plötzlich ganz alleine dastehen ohne irgendeinen Menschen auf der Welt. Irre.

Christina
Verliebt 09.08.2009
Verlobt 22.08.2010
Heirat 03.06.2011



Offline MissMiaWallace

Re:JAPAN- Was uns bewegt
« Antwort #1 am: 17.03.2011 01:25 »
wie es mir mit den aktellen meldungen geht? beschissen! ich hab zwei freunde drüben und weiß nicht, wie es ihnen geht... für mich ist es also nicht so weit weg... die beiden leben gott sei dank in tokio und ich hoff jetzt einfach mal, dass sie sich mit lebensmitteln eingedeckt haben, im moment das anraten des "ausgang vermeidens" befolgen und sich deshalb nicht melden - und der wind sich dreht und nicht ins landesinnere weht...

dass man den leuten drüben nicht so viel sagt, liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass man im moment gott sei dank noch unbegründete massenpaniken verhindern will - die lage spitzt sich auch so schon genug zu... und bezüglich "ich wär schon längt weg!" - naja, und wo sollen die leute hin? wer geld und die möglichkeit hat, ist eh schon am flughafen... aber was tust, wenn du nicht genug geld aufbringen kannst, dass die ganze familie raus kann? (die flüge kosten teilweise über €7000) ich würd es nicht übers herz bringen, meine familie zurückzulassen...

mein mitgefühl gilt vor allem den familien der 50 noch handelnden techniker, die im grunde damit ihr todesurteil unterzeichnet haben und versuchen, den karren für zig tausende aus dem dreck zu fahren... mein mitgefühl gilt ihren frauen, ihren eltern, ihren geschwistern und kindern... ich glaube, ich würde sterben, wenn das mein mann, mein bruder, mein kind oder mein papa da drin wäre... natürlich gilt mein mitgefühl auch all jenen aus ganzem herzen, die familienmitglieder verloren haben - aber die können in den nächsten monaten mit dem tod abschließen - während die familien der techniker ihren angehörigen in den nächsten monaten beim sterben zuschauen können...

was mich allerdings immer ein bisschen verwundert ist, dass bei naturkatastrophen immer alle ganz plötzlich ganz furchtbar betroffen sind - dass die zustände tag ein, tag aus in afrika eine einzige naturkatastrophe sind, dass dort täglich menschen an HIV sterben, kinder verhungern, kranke auf widrigste art und weise operiert und behandelt werden, das zieht irgendwie vorbei... das ist jetzt nicht böse gemeint - es verwundert mich nur...