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Themen - Cori

#1
Hallo liebe Leute,
ich hab seit heute wieder diese Lob/Tadeln Buttons in meinem Profil. Seht ihr die auch? Kann ich die in meinen Profileinstellungen wieder wegklicken?

Danke :)
#2
Sooo endlich komme ich auch dazu, meinen Bericht zu schreiben!! :)

Trauung Standesamt – 27. Juli 2012
Ich hatte für die Trauung im Standesamt, die um 11:00 Uhr stattfinden sollte, einen Frisörtermin um 8:30 Uhr. Also sind mein Schatz und ich zeitig aufgestanden und haben in der nahegelegenen Bäckerei noch einen Kaffee getrunken. Da ich immer schon wollte, dass mein Schatz mein Kleid erst vorm Altar sieht, habe ich für die standesamtliche Trauung ein weißes, kurzes Kleid getragen, für das ich bei der Bäckerei schon sehr viele Komplimente bekommen habe. Ich war gar nicht nervös an diesem Tag, ich freute mich einfach schon sooo sehr, endlich zu meinem Schatz ,,Ja" sagen zu können. Beim Frisör erwarteten mich schon die Damen und schenkten uns ein Glas Sekt ein. Ich wollte Wellen in meine Haare (mein Frisör hat ein ganz irres Welleneisen) und geschminkt werden – und ich sah traumhaft aus. Ich bin echt net eitel, eher im Gegenteil, ich hab IMMER was an mir auszusetzen, aber ich gefiel mir soo gut! Also habe ich sehr sehr glücklich den Frisör verlassen und bin mit meinem Schatz zum Blumenhändler spaziert, um meinen Brautstrauß für das Standesamt zu holen. Mein Blumenhändler hat sich selbst übertroffen – weiße und rosarote Gerbera mit ein paar verspielten kleinen Blümchen. Auch habe ich schon einen Blick auf meinen ,,richtigen" Brautstrauß für nächsten Tag (Kirche) erhaschen können. Ich wär dem Blumenhändler am liebsten um den Hals gefallen. Sooo schön! Ich war wirklich wirklich glücklich an diesem Tag.
Da wir noch Zeit hatten, haben mein Schatz und ich uns noch einen Sekt gegönnt und sind dann Richtung Standesamt spaziert. Hier haben wir auch schon meine Schwiegermutter, ihren Lebensgefährten und die Omi meines Mannes getroffen (Standesamt feierten wir nur mit den engsten Familienmitgliedern). Nach und nach trudelten die ganzen Verwandten ein, meine Freude wuchs immer mehr. Am meisten freute mich mein Vater – ein Mann, der nur selten seine Gefühle zum Ausdruck bringt. An diesem Tag nahm er mich in den Arm, sagte mir, wie unheimlich fesch ich aussehe und ihm standen schon Tränen in den Augen. Die Trauung im Standesamt ging schnell vorbei, dennoch war sie sehr schön. Meinem Vater rannen die Tränen über die Wangen und auch unsere Mütter konnte man schniefen hören.
Da wir generell ein großes Essen bei der kirchlichen Trauung geplant hatten, wollten wir nach dem Standesamt eher was Lustiges – also gingen wir in ein nahe gelegenes Bierhaus, in welchem wir nicht unbekannt sind. Sofort wurden wir mit Gratulationen überschüttet. Die lustigste Aktion brachte die Kellnerin – sie gab mir ein Maß mir und meinem Mann einen Fingerhut Bier, damit man gleich sieht, wer die Hosen anhat! Auch wurde ich für das Gasthaus fotografiert, weil dieses mit Fete Blanche oft Werbung macht. Wir feierten diesen Tag bis 19:00 Uhr, dann brachten wir meinen Mann nach Hause und ich fuhr weiter zu meiner Mum, bei der ich die Nacht verbrachte. Mein Blumenmädchen für die kirchliche Trauung wartete schon ungeduldig auf mich. Wir ließen den Abend mit einer Pizza und einem weiteren Gläschen Sekt ausklingen (das Blumenmädchen trank natürlich keinen Sekt) und dann legten wir uns schlafen.

Trauung Kirche – 28. Juli 2012
Wirklich gut geschlafen habe ich nicht – obwohl ich beim Standesamt gar nicht nervös war, stieg nun meine Nervosität nun ins Unermessliche. In der Früh brachte ich keinen Bissen und auch keinen Kaffee runter. Da bei meiner Mutter das Brauthaus war, hat sie dieses entsprechen geschmückt! Es war wunderschön, überall am Zaun waren weiße Blumen angebracht und der Briefkasten war mit weißem Tüll verkleidet. Um ca. 9:00 Uhr kam auch schon mein Visagist und Frisör, der erst mein Blumenmädchen hübsch machte und dann mich. Leider dauerte das länger als geplant und meine Mum wurde nun ebenfalls nervös. Gott sei Dank waren 2 meiner Brautjungfern und meine Tante auch da, um sie zu beruhigen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, auch an diesem Tag gefiel ich mir sehr gut. Meine Mutter und meine Tante halfen mir dann noch das Brautkleid anzuziehen und schnürten mich ordentlich ein. Als ich das erste Mal mit Kleid, Make-up und Frisur vor meinen Freunden und Familie stand, waren alle hin und weg! Selbst der Chauffeur meiner Limousine, der ebenfalls schon da war, machte mir Komplimente bezüglich meines Aussehens.  Da wir noch ein wenig Zeit hatten – meine Brautjungfern und meine Tante sind schon zur Kirche gefahren – schlug der Chauffeur vor, dass wir einen Umweg durch die Stadt zur Kirche nehmen könnten. Die Idee gefiel mir sehr gut und das Gefühl in einer Limousine chauffiert zu werden, ist echt unbeschreiblich. Fremde Autos hupen einen zu, Menschen winken und freuen sich – genial!! Bei der Kirche angekommen stiegen alle (Mutter, Vater, Lebensgefährte meiner Mutter und Blumenmädchen) schon aus, ich blieb in der Limousine sitzen und beobachtete, wie die Gäste in die Kirche eintrudelten. Dann begann der Einmarsch – erst mein Mann mit den Beiständen, mein Blumenmädchen und dann jeweils eine Brautjungfer und ein Trauzeuge. In diesem Moment überkam es mich. Mein Herz pochte schneller und ich bekam Tränen in die Augen. Das Gefühl war so überwältigend und ich freute mich so sehr. Dann wurden die Türen der Kirche geschlossen und ich musste aus der Limousine aussteigen, was mit meinen wackligen Knien echt schwer war. Meine Schleppe wurde gerichtet und ich hakte mich bei meinem Vater ein – dann ertönte mein Lied und ich Türen wurden geöffnet. Alle standen schon und ich sah zu meinem Mann, der über das ganze Gesicht strahlte. Er sah unheimlich gut aus, sein Anzug, den ich zuvor noch nicht gesehen hatte, war ein absoluter Traum. Am Altar angekommen, übergab mich mein Vater an meinen Mann und ich konnte Tränen in den Augen meines Mannes ausmachen. Die Trauung war wunderschön. Unser Pfarrer erzählte viel Persönliches von uns, die Lesungen trieben uns erneut Tränen in die Augen, das Entzünden der Hochzeitskerze war wunderschön und die Fürbitten kamen alle von Herzen. Wir waren sehr gerührt. Nachdem wir unser Eheversprechen selbst verfasst hatten mussten wir dieses auch selbst aufsagen. Wir waren beide so nervös, dass wir uns versprachen, Sätze vertauschten und auch herzhaft darüber lachen mussten. Auch die Gäste amüsierten sich über uns, was uns aber weder unangenehm oder peinlich war – im Gegenteil, es war witzig. Was jedoch genau alles in der Kirche gesagt oder getan wurde, weiß ich nicht mehr. Es vergeht alles so schnell. Dann kam der Auszug: Erst der Pfarrer, dann die Gäste, zum Schluss mein Mann und ich – es war einfach irre: da mein Mann begeisterter Musiker ist, haben sich unsere Freunde was Besonderes ausgedacht – sie standen in Reih und Glied und jeder hielt eine Gitarre in die Luft, so dass wir durch einen ,,Gitarrenbogen" schritten. Die restlichen Gäste pusteten Seifenblasen – es war einfach sooo toll. Alle gratulierten uns und genossen vor der Kirche Sekt und Brötchen. Mein Mann und ich verschwanden hier kurz, um Paarfotos zu machen und gesellten uns dann wieder zu den Hochzeitsgästen. Danach ging es ab in die Stadt – mein Schatz und ich machten vorm Theater noch ein paar Fotos, dann gesellten wir uns zu den anderen, die schon im Lokal beim Sektempfang auf uns warteten. Sie hielten ein Leintuch mit einem großen Herz hoch – mein Schatz und ich bekamen Nagelscheren und mussten das Herz ausschneiden! Wir waren ziemlich zeitgleich fertig! :) Dann wurde gefeiert, mit Essen (hier ging einiges daneben, weil dem Besitzer der Vinothek am Tag der Hochzeit der Koch ausgefallen ist sowie eine vom Service) und guter Musik! Die Leute amüsierten sich komplett, wir kriegen auch heute noch Rückmeldungen, dass es die lustigste Hochzeit war, auf der sie je waren. Der erste Tanz war ebenfalls ein voller Erfolg!! Es war echt ein unglaublich schöner Tag!! Wahnsinn!!!

Auch die Flitterwochen in Mauritius waren ein Traum - Sonne, Strand, Palmen, ein romantisches Dinner am Strand mit Kerzenschein und Fackeln und und und... :)
#3
An unserem zweiten Jahrestag lagen wir faul auf der Couch und sahen uns Serien und Filme an. Aus diesem Grund wollte ich an unserem dritten Jahrestag bei Kerzenschein Essen gehen. Mein Schatz war einverstanden – bei gutem Essen konnten wir beide noch nie ,,nein" sagen. Er reservierte einen Tisch, verriet mir aber nicht in welchem Restaurant. Ich war aufgeregt und fieberte diesem Abend entgegen. Da mein Hase ein sehr guter Koch ist (beruflich), weiß er, wo man ausgezeichnet speisen kann. Als der besagte Tag endlich da war (wie langsam die Zeit vergehen kann, wenn man auf etwas wartet) verriet er mir, dass wir ein wenig außerhalb von Klagenfurt essen gehen würden. Leider müsse er davor noch einmal in seine Arbeitsstelle, doch um 18:00 Uhr solle ich fertig sein – er kommt mich dann holen. Ich aß den ganzen Tag keinen Bissen, da ich mich sehr auf unser Dinner freute. Um 17:30 Uhr war ich schon komplett fertig angezogen – schwarzes, knielanges Kleid, Strumpfhose und Stöckelschuhe. Draußen hatte es zwar Minusgrade, jedoch wollte ich gut aussehen und dachte mir, dass ich den Weg vom Parkplatz ins Lokal schon schaffen würde, ohne dass mir die Zehen abfallen würden. Nervös saß ich auf unserer Couch, immer wieder auf die Uhr schauend, wann wohl endlich mein Schatz kommen würde. Endlich klingelte mein Handy – leider waren nicht Nachrichten nicht allzu berauschend. Unsere Fahrertür beim Auto lässt sich nicht mehr aufsperren, und mein Schatz erläuterte, dass nun die Beifahrertüre zugefroren war und er kein Enteisungsspray zur Hand hätte. Jedoch hat er einen Freund angerufen, der sich bereit erklärte, erst mich, dann meinen Schatz abzuholen und uns schließlich ins Restaurant bringen wollte. Mein Schatz versicherte mir, dass unser ,,Retter" etwas bei ihm Gut hatte Als ich ins Auto unseres Freundes einstieg, entschuldigte ich mich an die tausend Mal und musste über seinen Kommentar, was wir doch für eine Schrottkarre hätten, herzhaft lachen. Er versicherte mir, dass er sofort meinen Schatz holen würde, nur müsse er vorher einen Botengang machen. Ich hingegen versicherte ihm, dass er eine Million Botengänge machen konnte – ich war ihm wirklich dankbar und mir war die Situation generell unangenehm. Er parkte beim Pfarrplatz (in Klagenfurt), versprach schnell wieder zurück zu sein und ließ mich im Auto alleine sitzen. Da ich nicht wusste, wie ich mich beschäftigen sollte, nahm ich mein Handy heraus und wollte ein Spiel ausprobieren – Smartphones mit Apps sind praktisch – als mir die Ehefrau unseres Freundes plötzlich eine SMS schrieb: ,,Du musst jetzt aussteigen, Maus." Verwundert blickte ich auf das Display. Bevor ich meine Freundin anrufen und nachfragen konnte, kam schon die nächste SMS: ,,Und geh in Richtung princS." (Ein Lokal, gleich in der Nähe des Stadtpfarrturms). Verwirrt stieg ich aus dem warmen Audi und sah mich um. Niemand zu sehen. Ich setzte ein paar Schritte in Richtung des Lokals an, als mein Handy wieder eine SMS empfing: ,,Geh doch noch in Richtung Stadtpfarrturm..." Ich drehte mich nach rechts – der Stadtpfarrturm. Ich war noch nie oben gewesen. Unsicher überquerte ich die Wiese, als mein Handy erneut die bekannte Melodie spielte: ,,...und geh auch hinein!" Verwirrt drehte ich mich noch einmal um, in der Hoffnung, meine Freundin zu sehen und sie zu fragen, was hier eigentlich vorging. Im Nachhinein eine schlechte Idee, da genau zu diesem Zeitpunkt ein großer, heller Scheinwerfer anging und mich blendete. Dadurch stolperte ich förmlich durch die große Tür des Turmes. Als sich meine Augen an das trübe Licht im Inneren gewöhnt hatten, erblickte ich vor mir eine große Wendeltreppe, die nach oben führte (insgesamt sind es 228 Stufen). Auf der ersten Stufe lag etwas –ein Foto von meinem Schatz und mir. Auf der Rückseite stand eine Zeile eines Songs, mit dem mein Schatz und ich eine Erinnerung verbinden. Neben dem Foto lag eine rote Rose. Beides nahm ich an mich und begann meinen Aufstieg. Immer wieder lagen Fotos von uns mit Zitaten von Liedern auf den Stufen – stets mit einer roten Rose daneben (den ganzen Aufstieg über schluchzte ich) Ich zitterte am ganzen Körper und musste mich konzentrieren, auf den schmalen Stufen nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Im Nachhinein betrachtet, waren die Stöckelschuhe und das kurze Kleid vielleicht nicht die beste Wahl. Wieder ein Foto. Noch eine Rose. Je höher ich kam (und je mehr Fotos und Rosen ich mit mir trug), je deutlicher war Musik zu hören. Oben angekommen blickte ich in einen Raum, der durch viele Kerzen beleuchtet war. Mitten in diesem Raum war ein kleiner Tisch, auf dem Gläser und eine Flasche Sekt standen. Ungläubig blickte ich in das Gesicht meines Schatzes, der sich mit einem Grinsen vor mich hinkniete, eine kleine Schatulle aus seinem Jackett zauberte und diese öffnete. Ein wunderschöner Ring in weißgold mit einem Brillanten darin glitzerte mir entgegen.
Er stellte mir die Frage aller Fragen!
Vorsichtig legte ich die Rosen und die Fotos auf den Boden, nickte und fiel ihm um den Hals.
Überglücklich nahm ich den Ring entgegen und steckte ihn mir an. Natürlich war er viel zu groß, doch er war wunderschön. Mein Schatz füllte die Gläser mit Sekt (er zitterte durch die Kälte am ganzen Körper und erst jetzt merkte ich, wie kalt es wirklich war) und wir stießen an. Die Aussicht am Stadtpfarrturm war atemberaubend. Unsere ,,Helferlein" waren nur wenige Minuten später bei uns und umarmten uns freudig. Dieses Gefühl werde ich niemals vergessen.
#4
Hallo!

Ich bin neu hier und finde das Forum echt klasse  :)
Ich bin mit meinem Schatz seit über 3 Jahren zusammen (wobei wir uns schon 16 Jahre kennen) und bin seit 27.12.2011 verlobt! Wir heiraten am 27.7.2012 standesamtlich und am 28.7.2012 kirchlich in Klagenfurt  :)

Ich freu mich, hier zu sein  :)