Ich wusste ja, das die katholische Kirche in manchen Dingen stehen geblieben ist, aber so wie es aussieht stellt es sogar ein Problem dar, wenn 2 katholisch getaufte Personen kirchlich heiraten wollen.
Das Problem: Wir wollen nicht in einer Kirche, sondern im Grünen heiraten. Hätten auch einen kath. Priester (zwar pensioniert) der uns diesen Wunsch erfüllen würde. Allerdings liegt dieses Fleckchen Grün im Pfarrgebiet einer anderen Pfarre, und der dafür zuständige Pfarrer will uns dies nun nicht erlauben.
In der Kirche wäre es natürlich kein Problem! Ich bin nur sprachlos.
Was sagt ihr dazu? Ehrlich gesagt sind wir beide nicht bereit uns die Meinung der Kirche hier aufzwingen zu lassen. Gott ist für uns nicht nur in der Kirche zu finden.
Wir hatten ein ähnliches Problem, als wir letztes Jahr geheiratet haben.
Fakt ist, es ist seit Jänner 2013 laut einem Verordnungsblatt im Kirchengesetz definitiv verboten, eine Trauung an einem nicht geweihten Ort (Kirche, Kathedrale, Dom, Kapelle etc) durchzuführen, vor allem wurden in diesem Text "Trauungen im Grünen" ausgeschlossen. Viele Priester und Pfarrer wissen noch nicht einmal von diesem Verbot. Du bräuchtest also einen, der die Trauung draußen macht, aber ins Trauungsbuch und in den Trauschein schreibt, dass sie drinnen war, und dagegen sperren sich fast alle - ich hab lang, lang gesucht, und keinen gefunden.
Unsere Lösung war dann, einfach nicht kirchlich zu heiraten. Wir haben uns für eine freie Trauung entschieden. Die Oma meines Mannes betrachtet uns zwar nach wie vor nicht als verheiratet, aber man kanns halt nicht allen recht machen. ;)
Ich würde in eurem Fall auch eine freie Trauung empfehlen. Wenn man nur katholisch getauft ist und sonst mit der katholischen Kirche nichts zu tun haben will, sollte man sowieso nicht kirchlich heiraten. Ich finde, dass die katholische Kirche da viel zu großzügig ist. Viele gehen nie in die Kirche und wollen dann dort nur heiraten, weil es "so romantisch" ist oder aus anderen Show-Gründen. Da ist eine freie Trauung doch viel passender und ihr seid in der Gestaltung viel flexibler.
Nur getauft, trifft es nicht so ganz...
Uns ist die kirchliche/christliche Trauung schon sehr wichtig.
Ob es aber katholisch sein muss zweifle ich erst jetzt an, nachdem ich weiß wie mit einem umgegangen wird, äußert man einen ehrlichen Wunsch bzw. eine höfliche Frage.
Zuerst (Mitte August) hat der Pfarrer der eben für das Pfarrgebiet in dem der Trauungsort liegt uns gesagt er sagt erstmal weder ja noch nein, und würde sich Anfang September melden, nachdem er sich mit unserem Traupriester besprochen hätte.
Nachdem sich der Herr Pfarrer bis Ende September aber weder bei uns, noch bei unserem Traupriester gemeldet hatte, habe ich mich nochmal bei ihm gemeldet.
Schlussendlich ging das bis Allerheiligen so hin und her. Ich hab ihn dann am Friedhof angesprochen, worauf er meinte: Ja, er hätte schon mit unserem Traupriester gesprochen, es wäre auch alles in Ordung, aber er möchte sich nochmal mit uns zusammensetzen.
Gesagt getan, nur kam es beim zweiten Gespräch mehr oder weniger zu dem selben Ergebnis, da er sich wieder nicht festlegen bzw. recht entscheiden wollte. Er konnte auch unsere Argumente nicht richtig wiederlegen. Mein Respekt ist gegenüber diesem Pfarrer momentan nicht mehr vorhanden.
Es wird nicht wirklich besser, und ich habe bis jetzt keine fixe Entscheidung.
Allerdings hab ich mit meinem Traupriester nun am Wochenende gesprochen, und wir sind zu der Lösung gekommen, das wenn uns die Erlaubnis nicht erteilt wird, wir eben nicht katholisch heiraten, sehr wohl aber eine Ringsegnung mit ihm machen werden.
Bin mir sicher das unsere Omas den Unterschied nicht mal merken :)