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wie "gläubig" seit ihr?

Begonnen von sunday, 17.02.2009 20:43

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Zita

Ich oute mich jetzt einfach mal als jemand, der jeden Sonntag in die Kirche geht. Für mich ist der Sonntag kein Sonntag wenn ich nicht in der Messe war.

Ich bin auch kritisch der "Orgnisation" Kirche gegenüber (grad heut hat der Papst ja wieder einmal eine bescheuerte Aussage gemacht - von wegen unfehlbar) das hält mich aber nicht davon ab zu glauben.

Für mich ist der Glaube etwas, was mich ungemein trägt und mir großes Vertrauen gibt. Es ist für mich auch wichtig, diesen Glauben in der Gemeinschaft zu leben.

Ja, ich gehöre zu den Menschen, die vor dem Essen beten, denen eine Andacht an jedem Adventabend wichtig ist, die nicht fasten um Abzunehmen sondern um sich auf Ostern vorzubereiten...

Ich mag das, ich fühl mich wohl mit meinem Glauben und der Gemeinschaft und ich würd das sehr gerne an unsere Kinder weitergeben, wie viel es wert ist, auf Gott vertrauen zu können.

(Ui, das klingt jetzt wie das Wort zum Sonntag ;-))
Lg,
Zita
verliebt seit 07. 06. 2007
zusammen seit 27. 07. 2007
verlobt seit 27. 01. 2008
verheiratet seit 01. 08. 2009

Madame Mim

Hey Zita,

ich find das gut, wenn sich mal jemand in diese Richtung "outet" - wie man unschwer erkennen kann sind in diesem Thread mehr Kirchengegner als Befürworter zugegen  :-)

Bei mir ist es so, dass ich mich zwar als sehr gläubig bezeichne, die Kirche auch als generelle gute Institution sehe, ihr aber auch durchaus kritisch gegenüber stehe (diverse haltungen des Papstes, gewisse AUssagen etc. gehlren definitiv nicht einfach befürwortet)..

ich möchte nur bei ein paar Dingen widersprechen (weiss nicht mehr von wem das war) und zwar einerseits der Aussage, dass man mit der taufe zwangsvermitgliedert wird und das für ein Leben lang: das stimmt nicht ganz - du bist sobald du volljährig bist total frei in deiner Entscheidung und kannst austreten oder auch zu einer anderen religion konvertieren, das steht dir frei. Es ist auch in anderen Bereichen des Lebens so, dass die Eltern Entscheidungen für ihr unmündiges Kind treffen, ohne dieses vorher zu fragen.


madame mim

punklauli

ich war katholisch, bin jetzt evangelisch und gläubig.

der wechsel der konfession war für mich total gut. ich hatte nie probleme mit dem glauben an sich, sondern mit der handhabung vieler dinge von der katholischen kirche. somit fühle ich mich in der evangelischen kirche jetzt total wohl.

aus ganz praktischem grund bin ich aber nicht der typische sonntagskirchgänger - aus beruflichen gründen hab ich meistens nur den sonntag wirklich frei und das ist der einzige tag an dem ich im moment ausschlafen kann und ich das momentan einfach noch brauche (hatte bis zum letzten sommer eine andere arbeit, die mich die letzten jahre oft auch das doppelte der normalarbeitszeit beansprucht hat). ich gehe aber total gerne in die kirche und nutze zb das angebot von abendgottesdiensten gerne.
liebe Grüße Claudia

verlobt: 24.12.2008
Standesamt: 11.09.2009
Kirche: 12.09.2009



Es ist was es ist ... sagt die Liebe ...

Tempus

hallo,

ich für mich muss sagen, dass ich unterscheide zwischen Kirche und Glauben. Ich bin einfach mit gewissen Sachen aus der Kirche nicht einverstanden, aber ich gehe hin und wieder mal in die Kirche, weil es einfach zu meinem Leben dazu gehört.
Mittlerweile habe ich auch einen 8 monate alten Sohn den ich hab taufen lassen, dass musste einfach umbedingt sein, weil ich wollte dass er in diese Gemeinschaft aufgenommen wird. Wenn er jetzt dann älter wird, will ich dann eigentlich auch mehr Messen mit ihm besuchen. Glaube ist wichtig und das will ich ihm auch vermitteln.

Wenn er älter ist kann er sich immer noch umentscheiden. Mein Freund ist ja evangelisch und ich hab ihm gesagt, er kann auch jeder Zeit mit ihm in seine Kirche gehen. Also bei uns ist noch alles offen, ob sich unser Kirps mal für eine andere Religion entscheiden wird.  ;)

lg andrea

käfer

ich oute mich auch  :D

ich glaube und um diesen glauben leben zu können brauche ich die "gemeinschaft der kirche" d.h. in meinem fall unsere pfarrgemeinde. feiern kann ich einfach nicht gut alleine - und ein gottesdienst ist für mich eine feier.

glauben heißt einfach nur glauben, nicht wissen. ich weiß nicht, was vor 2000 jahren passiert ist, wie jesus wirklich war, ich weiß es nicht aber ich glaube, dass er gott in menschengestalt war. dass er aus liebe zu uns gekommen ist, gestorben und auferstanden ist. (das christentum ist übrigens die einzige religion, "deren gott" als mensch auf die erde gekommen ist; der wissen wollte, wie es sich anfühlt, mensch zu sein)

und dieser glaube tut mir gut; es gibt auch innerhalb des christentums viele auslegungen (hölle, fegefeuer etc.) wer aber mit aufgeschlossenen christen redet, der wird erfahren, dass jesus für uns ein leben in fülle vorgesehen hat. wir werden nicht bestraft, wir dürfen ernten.

in der geschichte ist viel böses passiert - von christen, atheisten, moslems, hinduisten.... das ist für mich kein grund, nicht zu glauben, ich glaube nicht an irgendwelche historischen fakten, ich glaube an gott, jesus.

auch jetzt gibts innerhalb der kirche strömungen die ich persönlich ablehne, aber das gibts wohl überall - in der firma, in unserem staat, in unserer gemeinde, ja auch in meiner (weiteren) familie. und trotzdem lebe ich in Ö, stehe ich zu meiner familie, bleibe ich in meiner firma.

interessant, die ganze diskussion!
wir hätten`s nie gedacht aber unser hochzeitstag war wirklich der schönste tag in unserem leben!

Zita

Zum Glaubensbekenntnis:
Ich hatte da mal eine längere Diskussion mit meinem Freund (der Theologe ist), weil diese Stelle für mich "unklar" war.

Zum einen handelt es sich hier um eine ungenaue Übersetzung. Es gibt im lateinischen (auch im Italienischen) die Unterscheidung zwischen "glauben an" und "glauben dass". Eigentlich heißt es, "Ich glaube an den Heiligen Geist, (ich glaube) dass die heilige katholische Kirche. Also, nicht als etwas was man anbetet, sondern als etwas das es gibt, dessen Existenz/Wichtigkeit man anerkennt.

Katholisch ist hier nicht so zu verstehen, wie wir es sprachlich gebrauchen, sondern von der Ursprünglichen Bedeutung her, katholos (glaub ich, ich kann nicht altgriechisch) -es bedeutet allumfassend und meint, dass die kirche alle Gläubigen rund um den Erdball einschließt, es meint also die Gemeinschaft der Gläubigen.

Seit ich diese Info habe, ist diese Stelle für mich leichter "betbar" geworden. Es gab und gibt für mich immer wieder Stellen in Gebeten und in der Messe, mit denen ich micht nicht so gut identifizieren kann. Für lange Zeit hab ich zB "Herr ich bin nicht würdig dass du eingehst ..." nicht gebeten, weil ich glaube, dass Gott uns schon so gemacht hat, dass es ok ist und wir folglich auch würdig sind. Oft warn/sind es dann Gespräche, andere Sichtweisen, Hintergrundinfos die diese Stellen für mich passend machen.

Ui, das war lang...
Sorry
verliebt seit 07. 06. 2007
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