• Willkommen im Forum „Hochzeit.at Forum“.
 

Frust mit Traditionen

Begonnen von epzilon, 14.03.2012 09:05

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

epzilon

Das wird jetzt etwas länger werden, und ziemlich frustgeladen, aber ich hoffe, dass ich hier vielleicht etwas Verständnis und den einen oder anderen guten Tipp bekomme...

Mein Schatz ist am Land aufgewachsen und wir wollen in diesem Ort auch heiraten. Soweit kein Problem, es hat auch Vorteile, zB. dass sich da jeder kennt und man ganz leicht Leute findet wie Floristen, Friseur,... aber die Nachteile machen mir derzeit das Leben zur Hölle.

Ich bin nicht nur ein "Stadtkind", sondern vor Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten und zum Buddhismus konvertiert - und habe nicht vor, daran irgendwas zu ändern. Mein Schatz will aber gern kirchlich heiraten, seine (unglaublich große) Familie möchte das auch so, und die Studentenverbindung, bei der er ist, ist ebenfalls katholisch. Der Pfarrer ist zum Glück offen für eine solche Hochzeit, also soll das nicht das Problem sein.

Allerdings sind die lieben Leute am Land seeehr in ihren Traditionen verhangen, das hätte ich vorher eigentlich gar nicht für möglich gehalten. Ich will ja gar nicht sooo viel anders machen! Aber sie nehmen so vieles als gegeben an. Zum Beispiel kam dann gleich eine Verwandte zu meiner SchwiMu und meinte: "Aber backst dann schon was, weil ich will mir ja einen Kuchen mit heimnehmen." - gemeint war das Gastgeschenk, das wohl dort traditionell ein Stück Kuchen ist. Aber meine SchwiMu wird vor der Hochzeit ganz andere Dinge zu tun haben, als 100 Kuchen zu backen, und außerdem will ich lieber Kerzen schenken, weil ich das als viel besseres Symbol empfinde, außerdem hält es länger als ein Kuchen. Wenn die also einen Kuchen zum Mitnehmen will, soll sie gefälligst zum Anker gehen, aber nicht auf meine Hochzeit. Dass sie sich überhaupt ihr Geschenk "bestellen" will, empfinde ich schon als Frechheit. Aber okay, vielleicht hat sie das einfach nicht hinterfragt, ob ich mich an die Gebräuche dort halte.

Ganz allgemein kriege ich dauernd zu hören, was "man so macht", weil "es sich halt so gehört" oder "sich die Leute das erwarten". Zum Beispiel die Musik! Ich hasse Schnulzen und Volksmusik und halt dieses übliche "Gute-Laune-Zeug" wie die Pest. Meine Musik ist Metal, aber okay, das tu ich den Leuten wirklich nicht an. Ich hätte nur eben gern etwas, wo sich mir nicht die Socken runterrollen, auf meiner eigenen Hochzeit! Keinen Alleinunterhalter, der glaubt, er ist unterhaltsam, wenn er die Leute fünfmal dazu auffordert, endlich zu tanzen! Keinen Zillertaler Hochzeitsmarsch! Aber "die Leute" erwarten sich sowas offenbar.

Das allein wären ja alles nur Kleinigkeiten. Ich habe auch mittlerweile geschafft, meinen Schatz gegen das "Papa-Mama-Spiel" zu immunisieren, nachdem ich ihm gehörig den Kopf gewaschen habe, auf Leute zu hören, die ihm einreden wollen, was ER will, weil sie wissen, dass ich es nicht will und nur meinem Liebsten ein Einspruchsrecht gewähre. Also gehen sie eben zu ihm. Oder zu SchwiMu, die aber mittlerweile eine ähnliche, nur etwas diplomatischere Rede von mir bekommen hat.

Ich könnte noch viele solche Kleinigkeiten aufzählen. Das größte Problem ist ein anderes. Dazu muss ich etwas ausholen...

In der Schule war ich die Außenseiterin und das Mobbing-Opfer. Man machte sich einen Sport daraus, mich als "nicht existent" zu behandeln, absichtlich auszuschließen oder respektlos zu behandeln. Das hat leider ein gewisses Trauma hinterlassen, das zwar durch Sessions mit einer Psychologin viel besser geworden ist, aber ich bin heute noch empfindlich darauf, mich aus Gruppen "ausgeschlossen" zu fühlen, auch wenn es rein subjektiv oder irrational ist. Ich kann nichts dafür.

Jetzt ist es so, dass in dieser Region der Brauch ist, dass sich die Hochzeitsgesellschaft vor der Hochzeit zum Sektempfang trifft und dann einen Hochzeitszug zur Kirche macht (mit der Braut am Ende, damit der Bräutigam sie nicht sieht und sie gleich nach den Leuten einziehen kann). Damit habe ich mehrere Probleme:
1. kenne ich die Leute, und die trinken manchmal etwas zu viel... und das schon vor der Zeremonie? Brauch ich gar nicht!
2. kommt die Braut erst zum Hochzeitszug dazu, weil sie ja nicht gesehen werden darf. Das heißt, die Leute feiern einige Zeit ohne mich - auf MEINER Hochzeit???
3. muss ich dann vielleicht auch noch eine halbe Stunde vor der Kirche warten, bis alle ihren Hintern auf die Kirchenbänke platziert haben. Suuuper. Besonders wenn es im Oktober vielleicht nicht mehr ganz so warm ist.
4. mein angesprochenes Problem mit "sich ausgeschlossen fühlen". Ich fürchte, dass dann meine Laune einfach nur kippt - das tut sie schon, wenn ich nur daran denke!!!

Ich habe noch nie derartig das Gefühl gehabt, gegen eine Mauer zu reden. Das kann ich doch nicht machen, die Leute einfach in die Kirche zu schicken! Da GEHÖRT sich doch ein Brautzug! Und, noch besser, die Ankündigung, dass die Leute so eine "Vor-Feier" dann eben auf eigene Faust machen werden, auch ohne gegebenen Programmpunkt und gegen meinen Willen. Womit wir bei Respektlosigkeit angekommen wären, und spätestens wenn ich auf sowas draufkomme, hüpf ich aus dem Hochzeitskleid und fahre heim, das weiß ich. Es kann doch nicht sein, dass das Argument "aber das ist TRADITION" schwerer wiegt als meine psychologische Verfassung an MEINEM Hochzeitstag?!

Und das Schlimmste ist, dass in dieser Sache genau einer zu mir steht, das ist mein Freund, nachdem ich ungefähr 2 Wochen gebraucht habe, um ihm mein Problem überhaupt klarzumachen. Ich will hier nicht revoluzzen, sondern mache mir ernsthaft Sorgen um mich selbst und meine Hochzeit! Aber von der SchwiMu angefangen (die zwar nur den Kopf schüttelt, aber so einen Eindruck macht, als würde es zu gegebener Zeit bei ihr daheim einfach "inoffiziell" Sekt geben) bis hin zu Leuten, die es gar nicht zu interessieren hat, weil sie noch nichtmal auf die Hochzeit eingeladen sind, nimmt einfach keiner meine Wünsche und Einwände ernst. Die Kerze als Gastgeschenk vielleicht, aber für mein Problem mit dem Empfang vorher hat irgendwie keiner Verständnis, egal, was ich sage. Das Größte war eine Begegnung der "dritten Art", wo eine Frau, die man gefühlsmäßig in eine Komödie mit Adam Sandler stecken würde, also erzkatholisch und ultra-traditionell, mir ins Gesicht schrie (!), dass ich, wenn ich die Bräuche der Region nicht mag, gefälligst anderswo heiraten sollte. Und dass ich als Nicht-Christin sowieso aus Kirchen draußenbleiben sollte, mehr oder weniger. Dabei hat sie eine Minute vorher noch gemeint, es wäre ja meine Hochzeit und ich dürfte bestimmen - aber offenbar gilt dieses Recht nur innerhalb der Traditionen.

Ich bin am Verzweifeln. Ich bin langsam echt soweit, dass ich sage, noch eine solche Szene und ich kippe das Ganze, wir machen eine Standesamtliche mit 8 Personen und das war's. Aber ich will eigentlich schon meine Freunde dabei haben, und meine engere Familie.

Was meint ihr? Gibt es eine Möglichkeit, den Leuten (auch denen, die ich nicht direkt erreiche, und das sind viele) klarzumachen, dass ihre Traditionen nicht in Stein gemeißelt sind? Oder soll ich mir den Stress lieber sparen und gleich alles absagen, bzw. in seeehr abgespeckter Form andernorts abhalten? Bin für alle Tipps dankbar...

LG
Conny
Verliebt: 30.4.2009 / Verlobt: 23.12.2011 / Verheiratet: 12./13.10.2012


seesternchen

das klingt jetz vllt ned grad aufbauend, aber i wär an deiner stelle viel zu emotionsgeladen und würd wahrscheinlich schlussendlich auf den tamtam verzichten und klein heiraten bevor was passiert und ich explodiere...

Veilchen123

Ich schließe mich seesternchen an.

Hast du dir eventuell schon mal überlegt still und heimlich nur zu Zweit + Trauzeugen zu heiraten und erst anschließend eine After-Weddingparty zu machen?
Oder vielleicht sogar im Ausland zu heiraten und das gleichzeitig mit einem Urlaub verbinden?

In abgeschwächter Form kennt solche Situationen mit "das gehört sich so" sicher jeder, aber in deinem Fall ist das schon sehr extrem. Hört sich für mich eigentlich so an, als hätten diese Leute ein Problem mit deiner Konfession ???

Coro

Ich würde mal mit deinem Schatz reden und ihm den Sachverhalt genau erklären und wie wichtig dir das ist. Erkläre ihm wie sehr dir das zusetzt und wie du dir den Ablauf eigentlich vorstellst und was du möchtest. Dann soll dieser mal mit der Schwiemu reden und klarstellen, welchen ablauf IHR euch wünscht - offensichtlich hat die Schiemu einen großen Einfluss auf die restl. Gäste und anscheinend hören Schiemu's immer mehr auf ihre Söhne als zukünftigen Schwiegertöchter.

Und wenn das alles nichts hilft, dann feiert im kleinen Rahmen mit der engsten Familie und euren Freunden.
Ich persönlich bin sowieso kein Fan davon wildfremde Leute auf meiner Hochzeit zu haben - aber das ist jetzt natürlich nur meine persönliche Sicht!  ;)

lg
Coro
]

Minina

Ich würd auch sagen, red mal mit deinem verlobten! Wie will er den die hochzeit haben? für mich ist jetzt nicht ganz klar ob er sich die hz auch so vorstellt wie eure gäste (und vllt nur deinetwegen drauf verzichten würde) oder ob er es  auch gar nicht so will.
wenn ihr beide euch einig seids, würd ich versuchen das noch mal mit schwiemu zu klären und falls da wirklich keine einsicht kommt, würd ich wahrscheinlich auch entweder nur im ganz kleinen kreis oder im ausland heiraten.

Mirune

Ich persönlich würde an deiner Stelle die Feierlichkeiten woanders hin verlegen und nur mit der Familie feiern und das Dorf einfach komplett weg lassen... Solln se doch ihr eigenes Fest ohne euch machen ^^

Verliebt: 16. Nov. 2007
Verlobt: 16. Nov. 2010
Verheiratet: 26. Mai 2012

epzilon

Danke für die schnellen Antwroten! Gut zu wissen, dass nicht nur ich so denke... ;)

@Veilchen: daran gedacht ja, aber es geht ja nicht nur um mich, sondern auch um meinen Schatz, und der wünscht sich eben eine größere Feier mit seiner Familie und mit Kirche. Da hab ich ja auch prinzipiell nichts dagegen! Ich mach ja eh total viele Kompromisse oder sag OK, das brauch ich jetzt nicht unbedingt, aber wenn er so will, hab ich nichts dagegen. Zum Beispiel ein Hochzeitszug von der Kirche zum Lokal (ca. 10min, wenn man langsam geht) ist für mich überhaupt kein Problem, auch wenn die Blasmusikkapelle dabei sein soll. Ich brauch's nicht, aber ich hab auch kein Problem damit.

Ob es die Konfession ist, weiß ich nicht, da hatten bisher eigentlich die wenigsten Leute ein Problem damit. Im Gegenteil, sie fragen mich manchmal, wie dies und jenes "bei uns" so ist, und eine Tante hat mir sogar mal eine echt hübsche Buddha-Figur geschenkt. Ich würde also Konfession und Tradition hier nicht unbedingt in einen Topf werfen. Und was die Über-Katholikin angeht, wenn der Pfarrer sagt, es ist OK, dann ist es auch so. :P

@Coro: ich hab schon dran gedacht, die "Gerüchteküche" zu meinem Vorteil zu gebrauchen, aber ob das klappt, weiß man nie vorher... mein Schatz versteht mich mittlerweile, aber bis der Rest überzeugt ist, wenn das überhaupt möglich ist, ist es noch ein langer Weg...
Verliebt: 30.4.2009 / Verlobt: 23.12.2011 / Verheiratet: 12./13.10.2012


Veilchen123

Blöde Frage, aber bezahlt ihr eure Hochzeit selbst, oder steuern deine Schwiegereltern was bei?
Das ist meistens auch ein wichtiger Punkt was die Planung und Einmischung betrifft.  :-\

Coro

Dann wird's natürlich komplizierter, wenn dein zukünftiger eine große, kirchliche Hochzeit wünscht.
Was hälst davon diesen Sektempfang vorher zu machen und das dich dein Bräutigam nicht in der Kirche das erste mal sieht sondern bei diesem Sektempfang - wie eine Agape nur halt vorher.
Ihr stößt gemeinsam an - dann bist du nicht ausgeschlossen - und geht beim Hochzeitszug gemeinsam zur Kirche. Du nicht hinten sondern gemeinsam mit d. Zukünftigen voran!

Ich würde es wirklcih so abwandeln, dass es für dich und auch für euch beide passt.
Traditionen berücksichtigen und neue Gegebenheiten hinzufügen!

]

epzilon

Zitat von: Coro am 14.03.2012 09:42
Dann wird's natürlich komplizierter, wenn dein zukünftiger eine große, kirchliche Hochzeit wünscht.
Was hälst davon diesen Sektempfang vorher zu machen und das dich dein Bräutigam nicht in der Kirche das erste mal sieht sondern bei diesem Sektempfang - wie eine Agape nur halt vorher.
Ihr stößt gemeinsam an - dann bist du nicht ausgeschlossen - und geht beim Hochzeitszug gemeinsam zur Kirche. Du nicht hinten sondern gemeinsam mit d. Zukünftigen voran!

Ich würde es wirklcih so abwandeln, dass es für dich und auch für euch beide passt.
Traditionen berücksichtigen und neue Gegebenheiten hinzufügen!

Das wäre eine Idee... ich finde es zwar total schön, wenn die Leute die Braut zum ersten Mal sehen, wenn sie in die Kirche einzieht, aber man kann halt nicht alles haben... meine einzige Sorge ist dann, dass sie glauben werden, wenn sie mir nur lang genug "gut zureden", mache ich sowieso, was sie wollen...
Verliebt: 30.4.2009 / Verlobt: 23.12.2011 / Verheiratet: 12./13.10.2012


Sunnyside1806

Phu... das ist eine blöde Situation! Darf ich fragen aus welchem Bundesland dein Schatz ist??

Ich finde es einfach nur Frech, 1. ein Geschenk zu erwarten (bei einer Geburtstagsfeier erwarte ich als Gast auch kein Geschenk... und schließlich ist die Hochzeit auch eine Feier!!)
2. darauf zu beharren, dass gewisse Traditionen stattfinden, auch wenn das Brautpaar selber das GAR NICHT WILL!!
3. eine VorFeier ohne Braut?!?!?! Das ist ja mal schräg!!!

Echt ich finde die Situation echt blöd und würd entweder mal voll platzen (so bin ich hald ;D) oder auch irgendwie umdisponieren....

Wie wärs mit ner eher kleineren Hochzeit, wo wirklich nur die geladen sind, die ihr wirklich dabei haben wollt?? Oder wie auch schon erwähnt wurde, irgendwo im Ausland heiraten und ne spätere Hochzeitsfeier einfach zu veranstalten??

Aber das wichtigste:
Ich verstehe dich und drück dich grad ganz fest :)
Verliebt: 24.03.2007
Verlobt: 18.06.2011
Verheiratet: 18.08.2012

Veilchen123

Also ganz ehrlich:

Kompromisse wegen den "Traditionen" schön ung gut, aber wenn ich bei meiner eigenen Hochzeit gar nix mehr zu sagen hätte und nur mehr andere über meinen Kopf hin weg entscheiden und nicht mal mein Verlobter mich gscheit verstehen würde, würde ICH alles ablasen!
Und vorallem wenn es da auch noch um meine (seelische) Gesundheit gehen würde!

Finde es nämlich noch viel Ärger, dass auch ein Verlobter nicht von diesen Tradition ablassen will, obwohl du das nicht möchtest. Normalerweise sollte er in so einem Fall, wo es um die Gesundheit seiner zukünfitigen Frau geht, schon total hinter dir stehen, bzw. gemeinsam mit dir nach Kompromissen suchen!
Aber so wie ich das hier herauslese, besteht er unbedingt auf diese große, kirchliche Hochzeit mit allem pipapo!

Verwaltung186

also ehrlich - beim zug hinten zu gehen wäre für mich ein absolutes no-go!!
Wie kommt man sich denn da vor bitte?
Scheiss auf diese Traditionen, zieht es so durch, wie ihr es wollt! Du musst das auch unbedingt deinem Verlobten klar machen.

Wir haben bei unserer HZ zB auch das Brautentführen "verboten" - lieb geschrieben im Hochzeits-ABC. Einige haben gemault "ja aber das ist so Brauch", aber im Endeffekt haben sich alle dran gehalten.

Und auch das, dass man die Braut erst in der Kirche sehn darf, was isn das für ein Scheiss?
Wenn es die Brautleute selbst so wollen, ok, aber es kann doch keiner der Gäste davon ausgehen, dass das so und so ist...
Wir zB haben die Fahrt im gemeinsamen schönen Auto zur Kirche sehr genossen, waren noch mal ein paar Minuten für uns alleine und es war wunderschön.
Glücklich verheiratet seit 29. Mai 2010

epzilon

Zitat von: Sunnyside1806 am 14.03.2012 09:55
Phu... das ist eine blöde Situation! Darf ich fragen aus welchem Bundesland dein Schatz ist??

Niederösterreich. Da dachte ich eigentlich nicht, dass ich auf derartige Probleme treffen würde.  :-\

ZitatIch finde es einfach nur Frech, 1. ein Geschenk zu erwarten (bei einer Geburtstagsfeier erwarte ich als Gast auch kein Geschenk... und schließlich ist die Hochzeit auch eine Feier!!)

Genau! :D Aber OK, Gastgeschenke haben sich eingebürgert, und vielleicht war es auch nur als Lob an die Backkünste von SchwiMu gemeint... keine Ahnung. Das kam von einer Oma, die hat vielleicht nur einfach nicht gedacht...

Zitat3. eine VorFeier ohne Braut?!?!?! Das ist ja mal schräg!!!

Das hab ich vorher auch noch nie gehört. Aber dort scheint das Gang und Gäbe zu sein, und keiner hinterfragt es. Es hat ja theoretisch auch den Sinn, dass sich alle zusammenfinden und dann eben den Hochzeitszug bilden, aber es geht doch auch ohne dem! Es hat mich auf der letzten Hochzeit, wo ich war, auch nicht umgebracht, direkt zur Kirche zu kommen!  

@Veilchen: Mein Schatz steht zum Glück jetzt, wo er es verstanden hat, hinter mir. Dass er seine Familie dabeihaben mag, versteh ich auch, und kann damit leben, dass es "größer" wird als ich es mir vorgestellt hätte. Das ist ja auch nicht mein Problem, nur dieser eine kleine dumme Programmpunkt ohne mich. ;)

@Verwaltung: ich find den "aaahhh"-Effekt einfach nett, wen die Braut sich zum ersten Mal beim Einzug zeigt. ;)
Verliebt: 30.4.2009 / Verlobt: 23.12.2011 / Verheiratet: 12./13.10.2012


Lilgoschal

hey du!

also bei mir gibt es so ähnliche probleme... mein schatz ist ein landler und ich aus der stadt...
so schlimm wie bei dir habe ich es allerdings nicht...
meine schwiegermutter versucht mir ständig zu sagen was und wie ich etwas zu machen soll...
zum beispiel findet sie es absolut unüblich, dass wir gastgeschenke haben... bei ihrer hochzeit gabs sowas noch NICHT.... sie hat auch vor 30 jahren geheiratet... hallo???
weiters hat sie mir erklärt, dass meine musik schei**e sei ... und wollte mir erklären "ihr" gefällt" das ned und normal bräucht ich leute wie die alpenstürmer... omg....
sektempfang.... was ist das? sowas braucht kein mensch, vor allem nicht bei der kirche... und dann auch noch selbst gemacht...
brauteinzug MUSS mit pfarrer sein... ich hab ihr erklärt, dass mich mein vater ans altar bringen wird!!!
naja und das tollste war, dass sie mich zwingen wollte, dass wir unsere hochzeitsgesellschaft in empfang im "feier"dorf abholen... die kirche ist 15 km weg und wir sind dort schon vorher wegen fotos... mein schwager hat uns angeboten meine verwandten in empfang zu nehmen und zur kirche zu lotsen, aber mein schwidra hat das gar ned eingesehen!
das schlimmste aber war, als sie mir vorschreiben wollte wen ich einladen darf und wen ned... (die ex ihres 2ten sohnes ist ne gute freundin von mir, die mochte sie aber nie)

lange rede kurzer sinn... das is nur ein auszug und ich glaube parallelen wird es geben oder?
ich habe meiner schwiegermama klipp und klar, bestimmend, aber ned frech gesagt, dass des meine hochzeit sei und nach meinem willen getanzt wird... wer damit ein problem hat ist ned unbedingt erwünscht... ich hab ihr auch gesagt, dass wir ned mehr vor 30 jahren leben und traditionen gut und recht, aber die zeit bleibt ned stehen und so kommen neue sitten... bei manchen menschen bleibt die zeit halt stehen und sie verschliessen sich für neues, aber versuch deine schwiegermum einfach drauf hinzuweisen was DU willst... oder will sie eine unglückliche schwiegertochter hinzu gewinnen? ich mein... klingt irgendwie doof, aber wenn du nicht so heiratest wie DU es wünscht... ist das kein guter start!!!
Verliebt seit :   29.11.2004
Verlobt seit :    16.08.2005
zu Dritt seit :    09.11.2005
Verheiratet ab : 14.07.2012