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Hochzeitsfotos-Veröffentlichung untersagen?

Begonnen von peony, 24.09.2015 13:20

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peony

Hat jemand von euch Gebrauch vom Recht der Nicht-Veröffentlichung eurer Hochzeitsfotos im Internet gemacht? Wir sind am Überlegen aber der Aufschlag dafür ist ganz schön gesalzen (30-40%)  :(. Begründet wird das damit, dass der Fotograf mit den Fotos werben will (was ich verstehe), aber das kann man doch auch mit einigen wenigen Aufnahmen und muss nicht ein kompletter Blogeintrag oder ein Verlinken auf Facebook sein  ::)?

Wie ist eure Meinung bzw. Erfahrung dazu?

Schokobanane

Also wenn vielleicht 1-2 Fotos wären, ok, aber mehr würde ich nicht wollen! Schon gar nicht auf Facebook! Außerdem, wenn er alle Fotos veröffentlichen will, muss er ja eigentlich auch das OK der anderen Gäste einholen, oder? Weil ich möchte nicht ungefragt und ohne mein Wissen, plötzlich im Internet auftauchen...

VerteidigerinDWB

Prinzipiell hätte ich gegen Fotos in einem Blogeintrag nix, solange ich bestimmen darf welche Fotos es sind.
Gerade die ganzen Hochzeitsblogs leben von solchen Bildern. Mein Lieblings-Blog (und auch der einzige den ich verfolge) ist der von Kat, Rocknrollbride".com. Auf den steh ich total und es würde mich sogar freuen wenn dort ein paar Bilder wären.

Facebook müsste ich jetzt zwar nicht haben, aber wenn ich vorher die Bilder sehe und sie sind ok für mich passt das auch.


Unsere Hochzeit: 10.10.2015

Unsere Vorbereitungen: http://www.pixum.at/meine-fotos/#album/7034696 (PW per PN)

peony

Zitat von: Schokobanane am 24.09.2015 14:14
Also wenn vielleicht 1-2 Fotos wären, ok, aber mehr würde ich nicht wollen! Schon gar nicht auf Facebook! Außerdem, wenn er alle Fotos veröffentlichen will, muss er ja eigentlich auch das OK der anderen Gäste einholen, oder? Weil ich möchte nicht ungefragt und ohne mein Wissen, plötzlich im Internet auftauchen...

Also bei den "gängigen" Fotografen wo ich angefragt habe sind da wirklich ganze Blogeinträge mit Hintergrundgeschichte zum Paar etc. vorhanden. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Gast, der auf den Bildern zu sehen ist, um Einverständnis gefragt wurde  ???.

Zitat von: VerteidigerinDWB am 24.09.2015 14:25
Prinzipiell hätte ich gegen Fotos in einem Blogeintrag nix, solange ich bestimmen darf welche Fotos es sind.
Das wird meiner Meinung nach ebenso wenig der Fall sein, wie die Auswahl der Bilder, die man vom Fotografen bekommt.

ZitatGerade die ganzen Hochzeitsblogs leben von solchen Bildern. Mein Lieblings-Blog (und auch der einzige den ich verfolge) ist der von Kat, Rocknrollbride".com. Auf den steh ich total und es würde mich sogar freuen wenn dort ein paar Bilder wären.
Ich verstehe es ja, dass der Fotograf Werbung machen will und ich schaue mir diese Blogeinträge auch sehr gerne an  ;). Aber so einen horrenden Preis  (bei 2000€ Budget müsste man 800€ draufzahlen  :o) zu zahlen sehe ich eben auch nicht ein.

Besonders happig finde ich es nämlich auch bei Bildern von Kindern (Blumenmädchen, Ringträger), deren Veröffentlichung ich als Elternteil nicht haben wollen würde.

Bobby15

Zitat von: peony
Ich verstehe es ja, dass der Fotograf Werbung machen will und ich schaue mir diese Blogeinträge auch sehr gerne an  ;). Aber so einen horrenden Preis  (bei 2000€ Budget müsste man 800€ draufzahlen  :o) zu zahlen sehe ich eben auch nicht ein.

:o :o :o

wow, das ist wirklich heftig. Wär für mich ein Grund den Fotografen nicht zu buchen. Aber ich bin prinzipiell auch haglich was die Veröffentlichung von Fotos betrifft. Unsere Fotografin hat mich nachher gefragt ob es uns recht wäre wenn sie paar Fotos auf ihre Homepage nimmt, hab aber drum gebeten das nicht zu machen, weil's uns und unseren Gästen nicht recht wäre. Und damit war die Sache auch erledigt. Kein Aufschlag, keine Sonderzahlung...

Schokobanane

Zitat von: Bobby15 am 25.09.2015 08:14
:o :o :o

wow, das ist wirklich heftig. Wär für mich ein Grund den Fotografen nicht zu buchen. Aber ich bin prinzipiell auch haglich was die Veröffentlichung von Fotos betrifft. Unsere Fotografin hat mich nachher gefragt ob es uns recht wäre wenn sie paar Fotos auf ihre Homepage nimmt, hab aber drum gebeten das nicht zu machen, weil's uns und unseren Gästen nicht recht wäre. Und damit war die Sache auch erledigt. Kein Aufschlag, keine Sonderzahlung...

Seh ich genauso!
Würde den Fotografen auch nicht buchen, der will eindeutig nur Kapital schlagen! Weil bei dem Preis traut sich dann eh keiner "nein" sagen!

Falls du ihn schon gebucht und schon alles hinter dir hast, würde ich beim Konsumentenschutz nachfragen. Weil 800€ für deine Privatsphäre zu verlagen, ist schon sehr arg! Außerdem würde er sicher die schriftliche Einverständniserklärung der Gäste und Eltern der anwesenden Kinder brauchen!

hochzeitsduo

nun, es gibt da bestimmte Fotografenrechte. Wenn ich zum Beispiel das Brautpaar fotografiere und dahinter Leute zu sehen sind, benötige ich als Fotograf nur die Rechte vom Brautpaar, nicht aber von den Leuten dahinter. Ziel des Fotos war es ja, das brautpaar zu fotografieren....
Fotografiere ich den Stefansdom und da sind davor einige Leute zu sehen ist es das selbe. Ziel des Fotos war es, den Stefansdom zu fotografieren....
Da gibts ganz viele Rechte von Fotografen, so genau kenn ich sie aber auch nicht. Es sind aber eh einige Fotografen hier unterwegs, vielleicht können die uns zu dem Thema etwas besser aufklären.

Foxy87

Zitat von: Bobby15 am 25.09.2015 08:14

Unsere Fotografin hat mich nachher gefragt ob es uns recht wäre wenn sie paar Fotos auf ihre Homepage nimmt, hab aber drum gebeten das nicht zu machen, weil's uns und unseren Gästen nicht recht wäre. Und damit war die Sache auch erledigt. Kein Aufschlag, keine Sonderzahlung...

So war das bei uns auch, wir waren aber einverstanden mit der Veröffentlichung von ein paar Bildern.
Hätten wir nein gesagt, wärs aber auch egal gewesen (kein Aufpreis).
Finde das mit den EUR 800,- auch heftig.  :o
Verliebt: 7.2.2010
Verlobt: 1.1.2014
Verheiratet: 27.6.2015

peony

Ich habe noch keinen Fotografen fix gebucht. Aber ich habe mal gegoogelt und anscheinend haben in den AGBs so ziemlich alle Fotografen die Passage, dass der Auftraggeber (Brautpaar) für das Einholen des Einverständnisses der anderen Personen zuständig ist bzw. dass das Recht am eigenen Bild nicht zur Anwendung kommt (oder so ähnlich, bin juristisch nicht so versiert).

Habt ihr alle bei euren Fotografen die AGBs genau durchgelesen?

Zitat von: hochzeitsduo am 25.09.2015 09:39
nun, es gibt da bestimmte Fotografenrechte. Wenn ich zum Beispiel das Brautpaar fotografiere und dahinter Leute zu sehen sind, benötige ich als Fotograf nur die Rechte vom Brautpaar, nicht aber von den Leuten dahinter. Ziel des Fotos war es ja, das brautpaar zu fotografieren....
Fotografiere ich den Stefansdom und da sind davor einige Leute zu sehen ist es das selbe. Ziel des Fotos war es, den Stefansdom zu fotografieren....

Das ist klar. Ein Portrait eines Hochzeitsgastes der grade seinen Sekt trinkt oder das Blumenmädchen auf dem Weg zum Altar ist aber ein anderer Fall.

Foxy87,

Ich habe bei keinem Fotografen nachgefragt, auf welcher Basis die 30 oder 40% berechnet werden, kann auch sein, dass es weniger als 800€ sind.

Vielleicht schaut wirklich noch ein Fotograf aus dem Forum vorbei und hat ein paar erläuternde Worte für uns.

AS Foto

Hallo,

ich hatte als Fotograf noch nie ein Problem bei einer Hochzeit mit abgebildeten Menschen. Es hat bisher kein Gast gesagt, dass er nicht fotografiert werden will.

Mein Informationsstand zum Recht am eigenen Bild: Jeder Gast einer Hochzeit muss damit rechnen, das fotografiert und gefilmt wird. Es ist meistens nicht nur der engagierte Fotograf anwesend, sondern wie wir wissen, wird ständig mit Smartphones fotografiert und gefilmt. Es ist dem Fotografen nicht zumutbar, das Einverständnis jeder Person einzuholen, daher ist das auch nicht notwendig. Ich kleide mich wie ein Hochzeitsgast, bin aber dennoch gut erkennbar, somit wissen alle Anwesenden, dass das Paar mich als Fotografen engagiert hat.

In meinen AGB habe ich formuliert, dass ich Fotos für Eigenwerbung verwenden darf. Daher gibt es Fotos auf meiner HP und nur dort. In facebook und anderen sozialen Medien poste ich keine Fotos von Hochzeiten. Das mag ich selbst nicht und das ist möglicherweise rechtlich etwas anders zu bewerten.

Sollte ein Paar nicht wollen, dass ich Fotos zur Eigenwerbung verwende, wäre das ausdrücklich zu vereinbaren. Und ich denke, wir würden uns einigen. 40 bis 50% Aufschlag halte ich für sehr hoch und das entspricht nicht meinen Vorstellungen. Was hätte ich davon? Im Auftragsfall ein unzufriedenes Hochzeitspaar, da die Chemie zwischen uns beeinträchtigt wäre.  Oder keinen Auftrag. Auf jeden Fall eine schlechte Mundpropaganda und keine Weiterempfehlung. Und darauf lege ich keinen Wert, denn ich will zufriedene Kunden und Spaß beim Fotografieren.  :)



LG Alex




peony

Danke für deinen Beitrag, Alex!

ZitatEs hat bisher kein Gast gesagt, dass er nicht fotografiert werden will.
Das glaube ich auch. Ob die Leute damit rechnen im Internet aufzutauchen ist eine andere Geschichte  ;).

Ich will ja mit den Fotografen nicht herumstreiten und ich hab auch kein Problem damit wenn ein paar Fotos veröffentlicht werden. Jedoch werde ich sicher das Einstellen von Bildern der Kinder unserer Gäste ansprechen und hoffe auf Verständnis des Fotografen.

Die 30-40% Aufschlag habe ich bei einigen Anbietern gelesen, bei einem anderen Fotografen (ich habe grade noch mal nachgeschaut) sind es "nur" 10%, das halte ich für vertretbar.


Stmk2507

Also wenn ich alle Kommentare so lese is meine Vorstellung ziemlich weltfremd oder unterscheidet sich eventuell vom Land zur Stadt?! .... Ich finde ja das ein Fotograf sich freuen sollte die Fotos veröffentlichen zu dürfen und dadurch weniger verlangen sollte wenn er es darf.
Zumindest hätte ich es so gehalten aber das war bei uns nie Thema weil dann ein bekannter von uns fotografiert hat, is aber ein Profi.
Auch bei anderen Angeboten die ich eingeholt hatte war es nie Thema.

hochzeitsduo

ich hab vor vielen Jahren mal ein professionelles Foto für meine damalige Band benötigt. Da war es so dass die Fotos zwar zur Eigenverwendung verwendet werden durften, sobald aber ein Foto für Werbezwecke verwendet werden sollte, musste dem Fotografen eine beträchtliche Summe bezahlt werden. Ich glaube dass dieses Fotografen recht wirklich sehr umfangreich ist.