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Der Nachname :|

Begonnen von shadow, 14.01.2017 09:35

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shadow

Hallo liebe Bräute!

Ich würde gerne wissen, wie ihr euch in dieser Sache entschieden habt.

Nehmt ihr den Namen von eurem zukünftigen Mann an, behaltet ihr den eigenen oder macht ihr einen Doppelnamen.

Ich wollte immer den Namen meines zukünftigen Mannes annehmen, aber jetzt wo es zur Entscheidung kommt, habe ich ein mulmiges Gefühl. Mein Nachname ist ja doch ein Teil von mir und gehört sozusagen zu meiner Identität. Jeder kennt dich unter diesen Namen. Diesen dann von heut auf morgen abzulegen fällt mir doch nicht so leicht wie ich zu Anfangs gedacht habe.

Wie ist es euch hierbei ergangen?

MüsliQueen

Ich konnte mir nicht vorstellen den Namen von meinem Mann anzunehmen, dass hängt aber damit zusammen das er keine richtige Familie hat. Er wollte seinen Namen los werden und hat dann meine Namen angenommen.

ricz

Ich hab auch ganz "traditionell" den Namen meines Mannes angenommen. Klar war es am Anfang komisch, schließlich bin ich 29 Jahre lang mit meinem Nachnamen herumgelaufen ;)
Vor allem die ersten Telefonate waren sehr ungewohnt ;D

In der Arbeit war es ganz praktisch: ich bin Lehrerin und hab ja in den Sommerferien geheiratet, das Schuljahr darauf bin ich an eine neue (bzw für mich wieder alte) Schule gekommen, aber die Schüler dort kannten mich unter meinem alten Namen nicht mehr ;) Ab und zu passiert es mir aber jetzt noch, dass ich meinen alten Namen sagen will :O

Aber für MICH persönlich gehört der gemeinsame Name zu einer Familie dazu. Ob es der von Mann oder Frau ist, spielt für mich keine Rolle. Doppelname wäre für mich nicht in Frage gekommen: zu lang, man muss dann immer beide Namen angeben, die Kinder haben trotzdem nur den gemeinsamen...

Und wenn man sich Leute anschaut, die schon länger verheiratet sind, ist das ja auch ganz "normal" dass die Frau eben einen Mädchennamen hat, unter dem sie einigen bekannt ist ;)

Was bei uns noch ein Grund war, warum ich seinen Namen angenommen habe: In der Schwiegerfamilie ist es Tradition, dass der erste Sohn nach dem Vater (also Johann) benannt wird, und wir wollen das so beibehalten. Mein Mann ist schon der 7. und unser erster Bub wird der 8. Dann kann der nicht auf einmal einen anderen Nachnamen haben :P
(Damit habe ich meinen Mann damals immer geärgert: er MUSS mir, bevor wir Kinder haben, einen Heiratsantrag machen, weil sonst bekommt er keinen Johann H. sondern einen Johann W. als Nachkomme :P)
20.05.2001 - 01.01.2015 - 20.08.2016

Pixum zu den Vorbereitungen: http://www.pixum.at/meine-fotos/album/7207166
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shadow

Danke für die Antworten, die helfen mir sehr!

Ich finde auch, das eine Familie den gleichen Namen haben sollte. Momentan schweifen nur so viele gedanken in meinem kopf bzgl. Vorbereitung und Veränderungen. Ich glaube, mir fällt es nur schwer mich von etwas zu trennen, was mich in meinem bisherigen leben tag-täglich begleitet hat und ein teil von mir ist.

Unser bub? Klingt so als wäre er schon im Anmarsch. Gratulation :)

julibraut13

Ich bin mittlerweile schon über drei Jahre verheiratet und hatte damals auch solche Bedenken wie du, wenn ich meinen Namen abgebe. Mittlerweile bin ich es komplett gewohnt. Bei den ersten Unterschriften war's noch schwierig... seit fast einem Jahr hab ich einen anderen job, dadurch kennt mich mein gesamtes berufliches Umfeld nur unter dem jetzigen Namen. Im Dorf meiner Eltern, wo ich aufgewachsen bin, werde ich wohl immer mit meinem alten Namen assoziiert werden, aber das stört mich nicht...
Ich hab überhaupt nicht das Gefühl, einen Teil meiner Identität aufgegeben zu haben, es ist halt ein neuer Lebensabschnitt.

ricz

@shadow: danke :*
Ja, es gibt schon ein Baby, ob es ein Bub wird, werden wir sehen ;) Aber ansonsten bleibts (planungsgemäß halt mal) eh nicht das einzige. Da wird wohl irgendwann ein Stammhalter dabei sein ;D
20.05.2001 - 01.01.2015 - 20.08.2016

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Solis

Also da mein Verlobter aus dem Ex-Jugoslawien kommt war für mich diese Entscheidung sehr schwierig...den das ist für mich eben kein Nachname den man Alltäglich hört...und ich mir da auch Gedanken über die Zukunft mit diesem Namen gemacht habe. Immerhin bin ich damit sofort als "Ausländerin" abgestempelt obwohl ich dies ja gar nicht bin. Deswegen haben wir uns entschieden meinen Namen zu nehmen. Und zum Glück war mein Verlobter damit auch sofort einverstanden denn uns war klar zu einer gemeinsamen Zukunft als Familie gehört ein gemeinsamer Nachname. Überhaupt wenn dann mal Kinder da sind.

0416

Wir haben eine Speziallösung. Habe ich hier schon mal erklärt: http://www.hochzeit.at/hochzeitsforum/vor-der-hochzeit/2016-56820/msg668239/#msg668239

Für uns passts und wirds sind auch schon beide gewöhnt.
Dachte auch, es würde mir schwer fallen, war dann aber doch nicht so schlimm.

Sundance08

Ich bin auch noch am Überlegen. Mein Schatz ist da altmodisch und will seinen Namen für beide. Da mein Vorname aber nur drei Buchstaben hat und sein Nachname nur eine Silbe komt mir das irgendwie sehr kurz vor, wenns auch nur eine Silbe Unterschied ist. Daher denke ich über einen Doppelnamen meinerseits nach - er will für ihn keinen. Wahrscheinlich ists aber wirklich nur einen Gewöhnungssache.
,,Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt."
                                                                            Antoine de Saint-Exupery

Vio1988

Ich verstehe die Bedenken. Ich finde meinen Nachnamen prinzipiell schöner und er is gaaaaanz selten, mit diesem Namen und meinem Vornamen gibts nur mich im Land ^^ Sein Name hingegen ist der 0815 super Nachname. Sogar in meinem Büro heissen dann zwei gleich ^^ aber seine Familie ist traditionell und ich würde sie wirklich sehr vor den Kopf stoßen.

Somit denk ich mir man gewöhnt sich an alles.
Verliebt seid 30.06.2010
Verlobt seid 14.07.2016
Hochzeit am 30.09.2017

Schildkröte

Als ich den Antrag bekommen habe, war mir klar, dass ich seinen Namen annehmen würde. Kein Buchstabieren mehr, keine Chance, dass sich jemand drüber lustig macht.
Dennoch war ich dann kurz davor unsicher, ob ich es wirklich machen sollte. Aber bis heute bereue ich die Entscheidung nicht. Im Gegenteil, ich bin froh darüber und habe mich auch schon lange daran gewöhnt, dass mein alter Name eben zu meiner Vergangenheit gehört.

Bobby15

es ist sicher nicht verkehrt da gut drüber nachzudenken, schließlich begleitet einen der Name dann das ganze weitere Leben.

Ich denke es ist aber auch ganz normal sich bisserl mulmig zu fühlen, man war ja vorher 20-30-40.....Jahre lang vorher unter anderm Namen unterwegs. Und der Name ist nunmal Identität.

Auch für mich war klar dass es ein gemeinsamer Name wird- wozu sonst heiraten ;-). Auch für die Kinder ists dann einfacher. Nachdem mein Mann einen sehr seltenen Nachnamen hat der uU ausstirbt wenn ihn keiner weiterführt war für uns klar dass ich den annehme. Doppelnamen war mir zu mühsam und zu lange.
Klar anfangs wars ungewohnt, aber man kommt schnell rein. Jetzt finde ich es schön einen seltenen Nachnamen zu haben.

Ich würde aber empfehlen es so handzuhaben wie man sich selber damit wohlfühlt. Der nach der Hochzeit geführte Name ist Sache des Brautpaares-immerhin müssen die damit leben ;-). Was sich andere dabei denken sollte nicht so sehr ins Gewicht fallen. Ich hätte nie nur deshalb den Namen meines Mannes angenommen nur damit seine Familie sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlt. Da gehts ja nicht um eine Kleinigkeit, sondern eben schon auch um die eigene Identität. Und seltene Namen sollten erhalten bleiben-finde ich-vielleicht als Kompromiss mit einem Doppelnamen. Grad wenn der andere Name ein häufiger ist....

maravillosa

Sehr spannendes Thema.
Für mich hat es auch mit Identität zu tun. Mit 20 ist mir das egal gewesen aber nun nicht mehr, auch alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind mit meinem Namen, wenn ich den Nachnamen wechsel kennen sie mich nicht mehr.
Interessant finde ich auch wenn wir das Thema diskutieren, oder auch mit vielen anderen Paaren, dass es anscheinend selbstverständlich ist, dass Frauen den Nachnamen annehmen. Wenn ich aber anmerke, dass es nun auch umgekehrt möglich ist, sind viele Männer ganz aufgebracht. Also warum ist es dann so selbstverständlich?
@0416: Mich würde interessieren wie viel ihr für diese extra Lösung bezahlt habt?

ricz

@maravillosa: DAS wäre für mich zB nie ein Grund gewesen ;) Und ich hab durch mein Studium ja auch einige "Werke veröffentlicht". Aber das beeinflusst jetzt mein Leben nicht so sehr, dass mich der neue Name da beeinträchtigen würde. Ich denke, es ist nach wie vor in der Gesellschaft akzeptiert, wenn Frauen einen Mädchennamen haben.
Und dein Beruf, deine vorherigen Forschungen/Arbeiten und Leistungen bleiben ja die selben, egal welcher Name. Wenn es um den Bezug zu alten Arbeiten geht, sagt man halt beide Namen und sollte gut sein.
Ist ja das selbe, wenn zB ein Reisebüromitarbeiter sich an Kunden wendet, die bei ihm/ihr noch mit altem Namen gebucht haben. Dann sagt man halt auch, "ich hieß früher xxx" und dann kennt sich jeder aus.

Selbstverständlich sollte es auch genauso akzeptiert sein, dass der Mann den Namen der Frau annimmt. Warum auch nicht.
20.05.2001 - 01.01.2015 - 20.08.2016

Pixum zu den Vorbereitungen: http://www.pixum.at/meine-fotos/album/7207166
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maravillosa

Es ist auch nicht der Grund, aber es ist mit ein Grund. Ich z.B. habe beruflich sehr viel gemacht, Projektleitungen, auf Unis unterrichtet usw. Ich wollte damit lediglich ausdrucken, dass dies mich das dann schon mehr an meinen Nachnamen gebunden hat. Man kennt mich so und sucht mich im Internet so ;-)
Es ist einfach etwas was man mitdenken sollte.
Wir machen beide sehr viel wissenschaftlich und wir tendieren am meisten nun zu einem Doppelnamen.